
Strukturiert. Praxisnah. Von einem Künstler, der selbst in Japan lebt und Manga liebt.





Du willst Manga zeichnen lernen, weißt aber nicht wo du anfangen sollst? Dann bist du hier richtig. Auf dieser Seite bekommst du den kompletten Überblick: von den allerersten Grundlagen, über die wichtigsten Techniken, bis hin zum richtigen Lernweg – strukturiert von einem Profi-Zeichner, der seit über 17 Jahren Manga unterrichtet und selbst in Japan lebt.
Ich bin Maxim Simonenko – Ex-Informatiker, Buchautor und Künstler. Ich habe selbst erst mit 24 ernsthaft angefangen zu zeichnen. Was ich dabei gelernt habe: Der richtige Lernweg entscheidet alles. Wer strukturiert vorgeht, macht in Wochen Fortschritte, für die andere Jahre brauchen.


Manga ist der japanische Begriff für Comics. Im Deutschen hat er sich als Sammelbezeichnung für den japanischen Zeichenstil etabliert – mit seinen charakteristischen großen Augen, ausdrucksstarken Gesichtern, dynamischen Körperposen und dem starken Schwarz-Weiß-Kontrast. Wer Anime liebt, zeichnet im Grunde denselben Stil: Anime ist die animierte Version eines Mangas.
Was Manga zeichnen lernen so besonders macht: Es ist einer der ausdrucksstärksten Stile überhaupt. Mit wenigen Linien kannst du Emotionen, Bewegung und Charakter transportieren. Das macht ihn ideal für Anfänger – und gleichzeitig unendlich tief für Fortgeschrittene.

Der Kopf ist das Herzstück jeder Manga-Figur. Er beginnt mit einem Kreis als Hilfskonstruktion, aus dem du dann das charakteristische Kinn und die Gesichtshälften ableitest. Die Proportionen weichen bewusst von realistischen Gesichtern ab: Das Gesicht ist breiter, das Kinn spitzer, die Augen größer – und genau das macht den Manga-Look aus.

Die Augen sind das wichtigste Merkmal im Manga-Stil. Sie sind überproportional groß, extrem detailliert und transportieren die gesamte Emotion einer Figur. Es gibt unzählige Manga-Augen-Stile – von süßem Chibi bis zu ernstem Shōnen. Der Einstieg: erst die Grundform üben, dann Glanzpunkte, Wimpern und Pupillen hinzufügen. → Hier findest du mein kostenloses Manga-Starterkit zu Augen in Perspektive

Manga-Haare werden nicht als einzelne Strähnen gezeichnet, sondern in großen Haarbündeln – das ergibt den charakteristischen, fließenden Look. Das Geheimnis: erst die Silhouette der Frisur anlegen, dann die Bündel mit geschwungenen Linien unterteilen und Glanzflächen freilassen.

Manga-Figuren folgen eigenen Proportionsregeln. Normale Figuren sind oft 7–8 Kopflängen groß (realistisch), Chibi-Figuren nur 2–3. Das Wichtigste für Anfänger: Proportionen mit Hilfskonstruktionen anlegen, bevor du Details zeichnest. Wer das überspringt, kämpft ewig mit schiefen Figuren.
Als Einstieg empfehle ich meinen kostenlosen Manga Anatomie Guide →

Manga lebt von Übertreibung. Freude, Wut, Überraschung – alles wird stärker dargestellt als in der Realität. Das macht es leichter als realistisches Zeichnen, weil du nicht exakt sein musst, sondern ausdrucksstark.

Die Bleistiftskizze ist nur der Anfang. In einem echten Manga werden die Linien mit einem Fineliner sauber nachgezogen – das nennt sich Inking. Dabei variiert die Linienstärke: dickere Außenlinien, dünnere Binnenlinien. Das gibt der Zeichnung Tiefe und den typischen Clean-Look.

Später sinnvoll:
Mein Tipp: Fang traditionell auf Papier an. Das schult das Auge und die Handkontrolle viel besser als ein digitales Tablet. Ich selbst habe Jahre auf Papier gezeichnet, bevor ich digital gewechselt bin.

Der richtige Lernweg: Schritt für Schritt Manga zeichnen lernen
Das größte Problem beim selbstständigen Lernen: Man springt zwischen YouTube-Tutorials hin und her, ohne einen roten Faden. Das kostet Jahre. Hier ist der Weg, den ich meinen Kursteilnehmern empfehle:
Klingt nach viel? Ist es nicht – wenn du strukturiert vorgehst. Meine Kursteilnehmer sehen in den ersten zwei Wochen Fortschritte, die sie ohne Struktur niemals in dieser Zeit geschafft hätten.
→ Alle Kurse der Manga-Zeichenschule findest du hier

Manga zeichnen lernen ist für alle geeignet – wirklich. Einige häufige Fragen:
Kinder ab 6 Jahren: Ja, absolut. Der Manga-Stil ist ideal für Kinder, weil die übertriebenen Proportionen keine exakte Genauigkeit erfordern. Mein Beginner-Kurs ab 6 Jahren ist speziell für dieses Alter aufgebaut.
Kleinkinder mit Eltern: Sogar ab 2 Jahren ist gemeinsames Zeichnen möglich – und unglaublich wertvoll für die Motorik und Kreativität. Dafür habe ich einen eigenen Eltern & Kids Kurs entwickelt.
Erwachsene ohne Vorkenntnisse: Ich selbst habe erst mit 24 ernsthaft angefangen. Das Alter spielt keine Rolle – der Einstieg ist immer möglich.
Fortgeschrittene: Wer schon zeichnet, aber keinen eigenen Stil hat oder an der Anatomie scheitert, profitiert enorm von einem strukturierten Kurs.

Nach 17 Jahren Unterricht kenne ich sie alle. Die fünf häufigsten:

Ja, absolut. Manga zeichnen lernen ist auch ohne Vorkenntnisse möglich. Wichtig ist ein strukturierter Lernweg: erst einfache Formen und Proportionen, dann Gesichter und Augen, später Körper und Hintergründe. Meine Kurse sind speziell für Anfänger ohne Vorkenntnisse aufgebaut.
Für den Start reichen Bleistift, ein Radiergummi, ein Fineliner (z.B. Staedtler Pigment Liner 0,3mm) und normales Skizzenpapier. Ein Grafiktablett ist erst später sinnvoll.
Mit strukturiertem Üben (30–60 Min. täglich) sieht man nach 2–4 Wochen erste klare Fortschritte. Nach 3–6 Monaten regelmäßigen Übens kann man erkennbare Manga-Figuren zeichnen. Entscheidend ist nicht die Menge der Zeit, sondern die Qualität des Übens.
Manga ist der gezeichnete Comic (meist schwarz-weiß, auf Papier). Anime ist die animierte Verfilmung eines Mangas. Zeichnerisch sind die Stile sehr ähnlich – wer Manga zeichnen lernt, kann denselben Stil auch für Anime-Figuren nutzen.
Ja. Auf maximko.de biete ich strukturierte Online-Manga-Zeichenkurse auf Deutsch an – für Kinder ab 2 Jahren (mit Eltern), Anfänger ab 6 Jahren und Fortgeschrittene. Alle Kurse beinhalten Video-Lektionen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und regelmäßiges Live-Training. → Zur Kursübersicht
Die wichtigsten Grundlagen in der richtigen Reihenfolge: Linien und einfache Formen → Kopfproportionen → Augen und Gesichtsausdruck → Haare → Körperproportionen → Hände → Kleidung und Falten → Hintergründe und Perspektive.