Lebenslauf

Wer ist maxim simonenko?

Für mich gibt es keinen Unterschied zwischen Arbeit und Leben. Es ist alles Leben. 

Und ich lebe mein Künstlerdasein voller Dankbarkeit und Optimismus aus!

Vom Informatiker zum freien Künstler - ohne Zeichenschule

Mit 24 kündigte Maximko seinen gut bezahlten Informatikerjob und stürzte sich ins Künstlerleben. Nach vielen Tiefs und Hochs genießt Maximko nun, 10 Jahre später, das Privileg seine Zeichenjobs und seine Arbeitszeit relativ frei einteilen zu können.
Auf der Suche nach seiner Kunst sammelte Maximko Erahrungen in der Spielebranche, Filmbranche, Verlagswesen. Zeichnete Buch- und CD-Cover. Manga und Comic. Das gesammelte Wissen bringt Maximko in seine Kurse ein, lokal und online.
Sein Unterricht ist eher reaktiv - bedeutet, dass Maximko weniger gerne etwas vorträgt, sondern auf die Kunst seiner Teilnehmer eingeht. Denn Maximko´s Motto ist: 

Sei du selbst - das ist wahre Kunst!

Job Erfahrung

Concept Artist / 2D Background Artist/ Manga Zeichner/ Event- , Portrait- und Ausmalbildzeichner
    • Concept Artist bei Realmforgestudios GmbH, Projekt "Dark"
    • 2D Background Artist bei Animationsfabrik GmbH, Projekt "Princess Emmy"
    • Buch- und CD-Cover zeichnen und designen
    • Veröffentlichung zahlreicher Manga-Kurzgeschichten
    • Gründer der Ausmalbildreihe "Tentangli"
    • Schnellportraitzeichner auf Events
    • Zeichenlehrer & -dozent an der Volkshochschule Rostock & Bayreuth, Kinderkunstakademie Rostock, Designakademie Rostock

Lebenslauf

Schon als Baby habe ich am liebsten gegessen und gezeichnet

1984: Geburt in Ukraine

Ich bin in Dnepropetrovsk (Ukraine) geboren und in Taganrog (Russland) aufgewachsen. Ich habe echt schöne Erinnerungen an meine Kindheit. Wir haben Baumhäuser gebaut, sind mit einem Rudel Straßenhunde um die Häuser gezogen, haben uns im Wald geprügelt, haben die verrücktesten Rutschen gebaut oder versucht einen Kletterrekord aufzustellen.

1995: Umzug nach Deutschland

Mit 11 Jahren bin ich mit meiner Mama und Bruder nach Deutschland, in die Nähe von München gezogen. Da war irgendwie niemand auf der Straße und ich stand alleine da mit meinen selbstgebauten Pfeil und Bogen, bereit jemanden herauszufordern. Also schwenkte ich um auf Spiele am PC und Anime. Da ich ziemlich jung war brauchte ich nur ein halbes Jahr, um Deutsch schreiben und sprechen zu können. So konnte ich auch in Deutschland weiterhin meinem Einser-Schreiber-Dasein frönen. 😉
Ich zeichnete in dieser Zeit nur alle paar Monate. Beschäftigte mich mehr mit dem Computer. Wählte auch in der Schule immer den Kunstzweig ab weil Familie mich mehr auf Mathe und Technologie trimmte. "Schließlich gibt es in dem Bereich sicherere Jobs und mehr Bezahlung. "

Sportlicher Informatiker

2003: Ausbildung als Informatiker

Nach dem mathematischen Zweig auf der Realschule und dem Abschluss der technischen Fachoberschule (12.Klasse) in München bekam ich einen Ausbildungsplatz als Informatiker-Systemintegration bei Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH. Eine Ausbildung, die man nicht so einfach bekam. Die Firma nach nur alle zwei Jahre Auszubildende auf und nur vereinzelte, die einen Tages-Härte-Wissens-Test überstanden. Aber ich war gut zu der Zeit, las viel, lernte viel für die Schule und meine Allgemeinbildung. Ein Vorzeigeschüler! Niemand dachte da noch an ein zukünftiges Künstlerleben... Die Ausbildung ermöglichte mir eine eigene Wohnung in München. 

2006: Job als "Business Requirement Manager"

Nebenher machte ich intensiv Sport. Kung Fu, Klettern und Parcour – je spannender, desto besser! Nach der Ausbildung wurde ich übernommen vom Unternehmen und arbeitete als Business Requirement Manager im Prozessmanagement. Hielt Schulungen und Präsentationen. Ich wollte weg von Informatik und mehr in die Kommunikation. Aber auch das machte mich nicht wirklich glücklich. Der Ruf Künstler zu werden wurde immer präsenter, bis er so stark war, dass ich ihn nicht ignorieren konnte und meinen Job kündigte

2008: Kündigung des Informatiker-Jobs

Natürlich waren Freunde und Familie dagegen. Ich musste mit vielen den Kontakt abbrechen. Aber was sollte ich schon machen, wenn ich meiner Bestimmung nicht folge, dann werde ich sehr schnell krank.

Ich nahm auch schon Abendzeichenkurse bei verschiedenen Zeichenmeistern in München. Neben meiner Vollzeitstelle als Informatiker und dem Sport. Auf der Arbeit fing ich auch immer mehr an Geschichten zu schreiben und diese als Manga zu zeichnen. Ich merkte aber, dass falls ich Künstler werden möchte ich aufs Ganze gehen muss. Denn es braucht viel Zeit, um sich im Zeichnen zu verbessern – ich musste vollzeit zeichnen!

Vom Informatiker zum Künstler: Rein in die Existenzangst

2008: Kampf gegen die Existenzangst

Ich kündigte meinen Informatiker-Job und zog nach Bayreuth. Dort wollte ich zum besten Zeichner werden! Ohne ein Studium, denn das würde mich zu lange dauern. Ausserdem ist Bayreuth günstiger gewesen als München und meine damalige Freundin wohnte dort. Ein Jahr und ich würde super gut werden, ich muss nur Zeichnen! Dachte ich mir… Es verging ein Jahr nach dem anderen und ich war immer noch zu schlecht, um einen Job zu bekommen. 

Ich machte riesen Fortschritte und steigerte mich immer mehr hinein. Denn Existenzangst ist kein Spaß. Nach 2 Jahren ging mir das Geld komplett aus und ich hielt mich mit Zeichenkursen und vereinzelten Aufträgen über Wasser. Angefangen hatte ich mit Mangazeichnen, realisierte aber nach einem Jahr, dass es für mich nicht der beste Weg um erstmal Geld mit Zeichnen zu verdienen. Also bin ich auf das digitale Zeichnen für Spiele umgestiegen. 1 Jahr dauerte es bis ich mich an mein Grafiktablett gewöhnt hatte. Ich erstellte ein Portfolio und bewarb mich unentwegt. Nach 3 Jahren hatte ich immernoch keinen Job und zog nach Berlin, um weiter zu lernen. Das war für mich die schlimmste Zeit, ich war ziemlich fertig vor Angst und Zweifeln! 

2011: Job als Concept Artist!

Als ich dann einen Job in München als Concept Artist bei Realmforge Studios GmbH bekam!!! 

Nach 3,5 Jahren Selbststudium und der tollen Hilfe von privaten Zeichenmeistern hatte ich es endlich geschafft! Das tolle an der Kunst-Branche ist, dass Abschlüsse nicht wirklich was zählen. Man schaut nur auf das Portfolio. Bei Realmforge Studios GmbH blieb ich 1 Jahr und arbeitete an dem Spiel “Dark”. Es war ein TOLLER Job. Aber Büroarbeit ist einfach nichts für mich… Ausserdem war ich so geschafft, ich hasste Zeichnen sogar. 4,5 Jahre habe ich an nichts anderes als an Zeichnen gedacht. Mein Handgelenk schmerzte und ich brauchte eine Pause. Also bin ich auf eine Weltreise!

Meine zeichnerische Entwicklung habe ich in einer Grafik festgehalten. Und mein damaliges Portfolio mit dem ich angenommen wurde könnt Ihr hier einsehen: Maxims Portfolio 2011 Finde sowas sehr interessant! 🙂

2012: 2 Jahre auf Selbstfindungsreise

Meine Reise startete in Deutschland und ging über Polen, Ukraine, Russland bis nach Japan. In Japan blieb ich 1 Jahr und kann zweifellos sagen, dass ich mich in Japan am wohlsten fühle! Nun, das eine Jahr war kein Spaziergang. Ich hatte mein Work&Travel-Visum und 2000 € in der Tasche. Nicht viel um im teueren Japan, wo man ohne Japanisch kaum weiterkommt, zu überleben XD Meine Taktik war erstmal auf dem Land zu bleiben und über WWOOFING möglichst viel über das Land zu lernen ohne viel Geld ausgeben zu müssen. Auf der Wwoofing-Seite suchte ich mir einen Hof oder ein Restaurant auf dem Land aus, half dort aus und bekam im Gegenzug Essen und Übernachtung umsonst. Dies verschaffte mir Zeit mich an die Kultur zu gewöhnen und Japanisch zu lernen. 

Ich lernte jeden Tag und mied die ersten 4 Monate andere Ausländer. Ich war irgendwann so fokussiert auf Japanisch, dass als ich einen Deutschen traf, ihm nicht mehr auf deutsch antworten konnte. Dieser extreme Fokus half mir aber Japanisch schneller zu lernen. Nach 4 Monaten bin ich die Städte gereist. Fukuoka, Nagoya und Tokyo. Dort hatte ich meist nur eine Anlaufstelle, einen Kontakt über den ich schnell ein Kontaktenetzwerk aufbaute. Dadurch kam ich an Jobs und günstige Übernachtungsmöglichkeiten. So arbeitete ich in Cafes, Restaurants und Bars. Lernte dadurch weiter Japanisch und verdiente dabei Geld. In Tokio hatte ich sogar einen Auftritt in einer Werbung! Ich blieb aber nie länger als einen Monat in einer Stadt und zog immer weiter. Mal ging es für mich nochmal in den Süden, dann wieder in den Norden usw. Japaner waren SO UNGLAUBLICH NETT zu mir. Ich kann das gar nicht beschreiben. Ohne ihre Hilfe hätte ich es kaum geschafft. Dafür bin ich sehr sehr dankbar und erinnere mich gerne an all die tollen Menschen! 

Und ich kann es nicht beschreiben, aber ich fühlte mich extrem wohl in Japan. Was ich jedoch niemals machen würde ist dort in einem Unternehmen zu arbeiten oder mein Kind in die Schule zu schicken. Sie sind viel zu streng! Manchmal hatte ich in einem Restaurant 11h-Schichten und durfte nur was essen weil mir der Koch heimlich was zugesteckt hat. Da habe ich meinen Ausländerbonus ausgespielt 😉 Natürlich darf man Japan ansonsten nicht über pauschalisieren. Es sind Menschen wie ich sie in Deutschland oder in einem anderen Land anzutreffen sind, bloß mit einer etwas anderen Kultur. Ansich kein großer Unterschied also. Aber dieser kleine Unterschied hat mich sehr angesprochen und ich konnte mich mit den Japanern super identifizieren! Finde Japanisch super! Und es ist nicht so schwer wie alle denken. Ein paar Schlüsselwörter lernen und man versteht Unterhaltungen. Schreiben habe ich an 2 Tagen gelernt. Solange man Kanji (komplizierte chinesische Zeichen) weglässt lernt man einfach und schnell zu schreiben. Deshalb haben die Japaner 3 Schriftsysteme. Man wählt einfach das leichteste aus wenn man wenig Zeit hat. ;D

Ou! Und ich habe 4 DIN A4 Skizzenbücher während meiner Reisen gefüllt. Habe detailiert aufgeschrieben und aufgezeichnet was ich erlebt habe. 🙂

Seit 4 Jahren in Rostock: finanziell unabhängiger Künstler

2015: Deviantart

Ein Jahr lang habe ich nur Elfenportraits auf Deviantart gemalt! Ich wollte unbedingt bekannt werden und liebte es aus irgendeinem Grund meinen Portraits Elfenohren zu verpassen. Ich sammelte 3000 Follower auf Deviantart, bekam darüber Aufträge, machte Tutorials und verbesserte mich ungemein im Zeichnen. Aber auch diese Phase nahm sein Ende.

2016: Unterricht an der Kinderkunsakademie und Volkshochschule

Meine Erfahrung im Unterrichten von kleinen Kids habe ich auf der Kinderkunstakademie in Kassebohm gesammelt. 1.-5. Klasse habe ich wöchentlich unterrichtet. Ich habe während dieser Zeit sehr viel gelernt, aber auch da bin ich weg weil neue Projekte aufkamen und ich was neues Lernen wollte.

2016: Ausmalbilder

(2017) Ein weiteres Projekt, dem ich intensiv nach ging war: Tentangli Ausmalbilder! Oh ja, klingt erstmal komisch. Aber es ist so entspannend Ausmalbilder zu zeichnen!! Ausserdem konnte ich mit Ausmalbildern besser meine Verkauffähigkeiten ausbauen. So baute ich mir ein Konzept auf wie ich die Bilder fotografiere und präsentiere, baute einen Online-Shop und machte Videos. Ich verkaufte auch auf Veranstaltungen und bekam sehr positive Rückmeldungen! Nun liegt das Projekt etwas brach weil ich mich nicht entscheiden kann ob ich zu einem Verlag gehe oder ob ich selbst Bücher drucken und dann verkaufen soll. Wahrscheinlich werde ich die Bilder einfach als PDFs zum Selberausdrucken verkaufen!

2017: Job als Hintergründe-Zeichner für einen Film

Während der 4 Jahre in Rostock ist viel passiert. Projekte, die ich während dieser Zeit abgeschlossen habe ist z.B. die Arbeit als Hintergrundzeichner bei der Animationsfabrik GmbH in Warnemünde für das Kinoprojekt "Princess Emmy" Dort war ich etwa 1 Jahr und zeichnete auf 3-4 Tage die Woche Basis als Freiberufler. Es ging um Hintergründe für einen Kinofilm. Ich bin kein erfahrener Hintergrundmaler und habe sehr viel Respekt vor dieser Arbeit! Deshalb tat ich mein bestes besser darin zu werden. Und es klappte irgendwann echt gut! Aber ich bin einfach niemand, der regelmäßig in einem Büro arbeiten kann. Mein eigener Chef zu sein ist meine Bestimmung. Deshalb sammelte ich soviel Erfahrung wie ich konnte und trennte mich von der Firma. Es war eine sehr intensive und tolle Zeit!

2017: Unterricht an der Designakademie Rostock

Ein halbes Jahr war ich Dozent an der Designakademie in Rostock für menschliche Anatomie. Habe die Schüler in dieser Zeit sehr intensiv an das Zeichnen von Menschen herangeführt. Herrliche Zeit, aber mein Unterrichtsstil war zu anders.

2018: Freiluftzeichnen beim Plain Air Festival

Mein Auftritt beim Plein Air Festival ist absolut erwähnenswert! Für mich öffnete sich danach eine ganz neue Welt des “Draussen-Malens”. Ich konnte unglaublich viel von meinen Mit-Dozenten lernen. Immer mehr drifte ich weg vom PC hin zum Freiluftzeichnen.

2018: Eventzeichner und Portraitzeichner

Ich liebe es Menschen zu zeichnen, also begann ich Portrait-Zeichnen anzubieten. Und kaum hatte ich eine Homepage-Seite dazu erstellt rollten Aufträge zu mir. So zeichne ich regelmäßig auf Hochzeiten, Geburtstagen und Feiern Schnellportraits. Ein Heidenspaß, gutes Geld und gute Übung!

ab 2018: Dabei meine Internetpräsenz auszubauen und mein Künstlerleben geniessen

Ich habe den Luxus erreicht meine Aufträge auszusuchen. Ich geniesse mein Künstlerleben mit meiner Freundin in einer tollen Wohnung in Gehlsdorf, Rostock.  Ich fokussiere mich immer mehr auf Blog-Schreiben und Videos zum Künstlerleben. Dabei baue ich meine Internetpräsenz auf Youtube, Instagram und Facebook aus. Online-Zeichenkurse ist ein grosses Thema an dem ich gerade in meinem Büro arbeite. Dabei halte ich eine gute Balance zwischen Arbeiten am PC und draussen Malen. In Rostock oder in Warnemünde stehe oder sitze ich gerne und zeichne alles was vor mein Skizzenbuch läuft. Ausserdem habe ich einen Kleingarten, der mich auf Trab hält und mich motiviert ins Grüne zu gehen. Um mich immer weiterzubilden Reise ich gerne und besuche ausgefallene Seminare. Ich kann voller Gewissheit sagen: Ich lebe mein Traumleben und bin richtig glücklich dabei!