
Hund zeichnen lernen ist einfacher, als die meisten denken. Der Trick darin den Hund als Kombination einfacher Grundformen zu sehen. Wer versteht, wie ein Hundekopf aufgebaut ist, kann jede Rasse zeichnen – vom kompakten Beagle bis zum wuscheligen Australian Shepherd.
In diesem Beitrag findest du vier Anleitungen mit steigendem Schwierigkeitsgrad: Wir starten mit einem einfachen Hund von der Seite, zeichnen dann einen süßen Pudel, vergleichen drei Hunderassen und arbeiten uns zum Schluss an ein vollständiges Portrait heran.
Alle Zeichnungen und Anleitungen stammen von Lisa Kersting, heute Kinderbuch-Illustratorin und Dozentin für das Zeichnen von Tieren. Ehemals war sie eine Zeitlang Schülerin von Maxim. Dann haben sie sogar zusammen Ferienzeichenkurse geleitet. Sie hat sich auf Tierillustration spezialisiert und zeigt hier ihre komplette Arbeitsweise – von der ersten Grundform bis zum fertigen kolorierten Portrait.
Lasst uns als erste Übung damit anfangen einen relativ neutralen Hund von der Seite zu zeichnen.
Weiter gehts mit: 10. Die hinteren Beine sind etwas versetzt. Ansonsten zeichnet man sie genau wie die anderen Beine.
11. Nun kommt noch der Schwanz. Die Pose kannst du dir selbst aussuchen. Ich habe mich für eine neutrale entschieden. An einigen Stellen zeichnen wir jetzt noch Fell ein, zum Beispiel am Bauch, an der Brust und am Ohr.
12. Fertig! Jetzt kannst du deinem Hund eine schöne Farbe geben. :)
Lasst uns mit dieser Anleitung einen vereinfachten, super süßen Pudel zeichnen.
Video für 0 €
Illustratorin Lisa Kersting zeichnet ein vollständiges Katzenporträt und erklärt, warum selbstgezeichnete Katzen oft wie Plüschtiere aussehen – und wie du das änderst. Inklusive Referenzfoto zum Mitzeichnen.
Video anfordern →Du erhältst den Videolink per E-Mail und meinen Zeichen-Newsletter. Abmeldung jederzeit möglich.
Der Unterschied liegt fast immer in der Grundform des Kopfes. Genau deshalb ist der Rassenvergleich so lehrreich: Wenn du einmal verstehst, dass ein Beagle auf einem Rechteck basiert und ein Yorkie auf einem Kreis, kannst du jede beliebige Rasse selbst konstruieren – auch solche, für die es keine Anleitung gibt.
Diese drei besonderen und sehr unterschiedlichen Hunderassen kann man wunderbar miteinander vergleichen. Der Beagle wirkt eckig, der Border Collie hat spitze Eigenschaften und ähnelt einem Fuchs und der Yorkie ist sehr niedlich und eher rund.
Diese besondere Hunderasse bietet sich wunderbar für ein schönes Portrait an. Sie hat langes, wuscheliges Fell, und tolle Farben. Ich habe mir dieses merlefarbene Exemplar ausgesucht.
Schauen wir ihn uns näher an!
Er hat eisblaue Augen, Schlappohren, lange Haare am Hals, eine hellbraune Nase mit Tupfen darum und braune Flecken an Kopf und Hals. Wir machen es uns leicht und starten mit den Grundformen. Dann kommt die Nase und die gefalteten Ohren. Noch keine Details zeichnen!
Als nächstes Nase und Augen. Achte darauf, dass sie auf einer schrägen Linie auf dem kopf liegen. Zeichne dir dafür Hilfslinien. Dann kommt nur noch Hals und Wangen.
Jetzt nutzen wir die Basis, die wir gezeichnet haben, um das Fell in Blöcken darauf zu legen. Achte dabei auf schön schwungvolle Linien. Die einzelnen Haare dürfen ganz chaotisch und wellenartig liegen, als wäre der Hund gerade geknuddelt worden! Dieser Teil macht mir immer am meisten Spaß.
An den Ohren und am Hals fügen wir noch Felldetails hinzu. Das gibt dem Fell eine gewisse Tiefe.
Jetzt kommen Augen und Nase. Die Iris und die Pupille sind rund. Ich möchte, dass der Hund etwas zur Seite schaut. Dadurch wirkt er dynamischer und freundlich.
Mein Geheimtipp: beim Kolorieren bei fast jedem Strich die Farbe wechseln, so wirkt es realistischer und nicht zu flach.
Die Augen bekommen ein schönes Eisblau und die Nase ein helles Rotbraun. Dann legt sich noch ein Karamellton wie eine Maske über Gesicht und Ohren.
Es fehlen noch die Flecken auf Wangen, Rücken und Ohren. Wir zeichnen sie gestrichelt ein, damit sie aussehen wie Fell. Für die Tiefenwirkung tragen wir jetzt Licht und Schatten auf. Im Zeichenprogramm wähle ich dafür den Layermodus Multiply. Auch hier benutze ich wieder ganz verschiedene kalte, violette und blaue Töne. Das Licht kommt von oben rechts.
An den Ohren und am Hals fügen wir noch Felldetails hinzu. Das gibt dem Fell eine gewisse Tiefe.
Jetzt kommen Augen und Nase. Die Iris und die Pupille sind rund. Ich möchte, dass der Hund etwas zur Seite schaut. Dadurch wirkt er dynamischer und freundlich.
Mein Geheimtipp: beim Kolorieren bei fast jedem Strich die Farbe wechseln, so wirkt es realistischer und nicht zu flach.
Die Augen bekommen ein schönes Eisblau und die Nase ein helles Rotbraun. Dann legt sich noch ein Karamellton wie eine Maske über Gesicht und Ohren.
Zum Schluss kommt noch ein Glanzlicht ins Auge. Das ist ein kleiner weißer Punkt. Vergiss deine Unterschrift nicht: Fertig! :) Zeig mir gern dein Ergebnis auf Instagram: lisas-illustrationen
Ich würde empfehlen: Immer mit den Grundformen. Eine Form für den Kopf, eine Form für die Schnauze, dann die Ohren. Manche Hunde sind rundlich, andere sind eckiger. Details wie Fell und Augen kommen erst, wenn das Grundgerüst stimmt. So baust du deine Zeichnung auf einem sicheren Fundament auf.
Der häufigste Fehler sind zu gleichmäßige, parallele Striche. Echtes Fell ist chaotisch – die Härchen zeigen in unterschiedliche Richtungen. Zeichne eher aus dem Ellenbogen als aus dem Handgelenk. Und zeichne unterschiedlich große "Fellhäufchen".
Zeichne womit du gerade Lust hast zu zeichnen! Hauptsache du zeichnest und hast Spaß. Ein Bleistift, Papier und Radiergummi reichen völlig aus. Für Farbe eignen sich unter anderem Buntstifte, Marker oder digitale Programme wie Procreate.
Augen sind super wichtig! Meine Empfehlung: Zeichne Iris und Pupille rund. Und füge unbedingt ein Glanzlicht hinzu – ein kleiner weißer Punkt, der das Auge lebendig macht. Orientiere dich gerne an meinen Tutorials und wenn du Fragen hast, schreib mir gerne einen Kommentar ^^
Du hast jetzt vier Wege gesehen, einen Hund zu zeichnen – vom einfachen Seitenprofil bis zum ausgearbeiteten Portrait mit Fell, Licht und Schatten. Das Prinzip dahinter funktioniert bei jedem Tier: erst die Grundform, dann die Proportionen, dann die Details.
Wenn du diese Methode auf Katzen, Pferde, Füchse und Wölfe übertragen möchtest, findest du auf unserer Übersichtsseite Tiere zeichnen lernen alle weiteren Anleitungen und Kurse.
Video für 0 €
Illustratorin Lisa Kersting zeichnet ein vollständiges Katzenporträt und erklärt, warum selbstgezeichnete Katzen oft wie Plüschtiere aussehen – und wie du das änderst. Inklusive Referenzfoto zum Mitzeichnen.
Video anfordern →Du erhältst den Videolink per E-Mail und meinen Zeichen-Newsletter. Abmeldung jederzeit möglich.
Noch keine Kommentare vorhanden
Was denkst du?