Sich im Zeichnen verbessern - 5 Tipps vom Profi-Künstler

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Vielseitiger Portrait-Zeichner und Kreativ-Kurs-Leiter, Maxim Simonenko

Hallo und willkommen! Ich bin Maxim, freut mich, dass du deinen Weg in meinem Blog gefunden hast. Du fragst dich sicherlich wer ich bin, dass ich mich traue über das Thema "Sich im Zeichnen verbessern" zu reden. Nun, deshalb gibts hier eine kurze Bio von mir:

Dies kurz zu mir! Ich wünsche dir noch viel Spaß mit dem Beitrag :)

Die jungen Mit-Podcaster-Künstler Willi Schlese und Marvin Hoffmann unterstützen mich und bringen großartigen Mehrwert in den Podcast und Blog-Eintrag:

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Podcast "Sich im Zeichnen verbessern - 5 Tipps":


Schriftliche Zusammenfassung:

Für alle, die lieber lesen :)

Tipp 1: Schaffe dir Zeit zum Zeichnen

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Maxims Standpunkt:

So banal sich dieser Punkt anhört, so schwer ist es oft diesen umzusetzen. Sich im Zeichnen verbessern braucht Zeit und zwar: qualitativ hochwertige Zeit. Eine Zeit bei der man nicht abgelenkt wird und sich voll und ganz auf das Üben und Zeichnen fokussieren kann. Es reichen schon wenige Stunden am Tag, um sich konstant und schnell zu verbessern. Wer aber wirklich gut werden möchte, der/die sollte jeden Tag über Jahre fokussiert zeichnen können.

Ich höre oft von meinen Zeichenkurs-Teilnehmern: "So gerne würde ich üben! Aber ich habe einfach keine Zeit...."

Und das ist auch okay, jeder hat seine Verpflichtungen und Prioritäten. Aber wenn man sich wirklich im Zeichnen verbessern möchte, dann sollte "Zeichnen" eine relativ hohe Priorität annehmen. Und wie gesagt, es reicht wenn du 1h am Tag konzentriert für dich übst, um dich wirklich schnell zu verbessern!

Ich persönlich habe meinen Informatiker-Job gekündigt, weil ich mehr Zeit zum Zeichnen haben wollte. 

Üben in der Gruppe verschafft dir Zeit zum Zeichnen. Doch bedenke, dass man sich noch schneller im Zeichnen verbessert wenn man alleine, komplett ohne Ablenkung, übt.

Kommentar von Willi:

Da stimme ich auf jeden Fall zu. In meinem Fall habe ich früher immer viel Zeit für das Zeichnen gefunden, während ich zu Schule gegangen bin. Das hat sich geändert, sobald ich eine Ausbildung angefangen habe. Da hatte ich unter der Woche gar keine Zeit mehr zum Zeichnen und auch am Wochenende nur selten. Unter anderem brach ich aus diesem Grund die Ausbildung ab und fing an zu jobben. Letztes Jahr habe ich Beispielsweise einen Nebenjob mit 20 Stunden die Woche genommen, um so viel Zeit für das Zeichnen erübrigen zu können. Jeder muss für sich wissen, wo seine Prioritäten sind. Und sind diese beim Zeichnen, so ist es empfehlenswert, das Leben danach zu strukturieren.

Kommentar von Marvin:

Ruhe und Zeit sind eine wichtige Voraussetzung zum lernen. Natürlich gilt das auch fürs Zeichnen. Hier ist es wichtig sich im stressigen Schul- oder Berufsalltag bewusst Zeit zum Zeichnen zu blocken und diese auch wirklich nur dafür zu nutzen. Für mich geht das am besten Abends. Dort ist es ruhig, man hat den Kopf frei und kann es sich mit einem Tee gemütlich machen um zu zeichnen. Viele Künstler arbeiten gerne Nachts, weil der Kopf dort, weil man normalerweise schläft, Barrieren abbaut und man viel kreativer Denken kann. Einige Wissenschaftler bezeichnen das als Alpha-Zustand. Dieser tritt meistens Morgens und Abends ein. Wenn du also kreativ sein willst, ist das die beste Zeit für dich!

Tipp 2: Schaffe dir eine zeichenfreundliche Umgebung

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Dein Raum zum Zeichnen

Auch wenn man viel Zeit hat, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass man viel zeichnen möchte. Eine Umgebung in der man inspiriert und motiviert ist zu zeichnen begünstigt deinen zeichnerischen Fortschritt enorm! 

Meine optimale Umgebung: Da ich seeehr gerne zu Hause zeichne, habe ich mir mein zu Hause so eingerichtet, dass ich in jedem Raum zeichnen kann. Ich fühle mich zu Hause super wohl. Ich muss mir nicht erst Zeichenmaterialien hinräumen, sondern ich habe 3 Tische, an die ich mich setzen und sofort zeichnen kann. Der eine Tisch ist für digitales Zeichnen am Computer, der andere ist an meiner Couch zum entspannten Zeichnen und Schreiben im Sketchbook und der dritte Tisch ist zum Live-Streamen und Videos-Aufnehmen.

Wichtig: Je kürzer und leichter die Vorbereitung ist, um mit dem Zeichnen loszulegen, desto weniger schwer fällt es regelmäßig zu zeichnen! 

Zeichenfreundliche Umgebung: Freunde und Familie

Als ich mich entschied Künstler zu werden war es eine schwierige und unsichere Zeit. Meine Familie war komplett dagegen und ich bekam keinerlei Unterstützung. In einer Umgebung mit Menschen, die deine Kunst kritisieren und nicht wert schätzen, ist es nur seeeeehr schwer sich zu verbessern. Deshalb bin ich weggezogen und habe den Kontakt sogar abgebrochen. Heute verstehe ich mich mit meiner Familie blendend! Sogar noch viel besser bevor ich Künstler werden wollte und einen sicheren Job als Informatiker hatte!

Manchmal brauchen Freunde und Familie Zeit, um zu verstehen warum du Künstler werden möchtest oder einfach allgemein zeichnest. Gib ihnen diese Zeit und sei ihnen nicht böse, doch stehe fest für deine Träume und Wünsche ein. Wenn sie dir nicht gut tun, dann muss manchmal ein Schlussstrich gezogen werden. Was meist gut für beide Seiten ist.

Wähle ausserdem eine Freundin oder Freund, die deine Kunst wertschätzen! Sie müssen deine künstlerische Ader nicht verstehen. Das ist eh schwer. Auch unter Künstlern. Aber dein Partner sollte dich unterstützen, aufbauen und dir Selbstbewusstsein vermitteln. 

Mit Zeit und einer zeichenfreundlichen Umgebung ist "Sich im Zeichnen verbessern" viel einfacher. Aber, die Zeit und die Umgebung dafür zu schaffen ist super schwer!

Kommentar von Willi:

Auch hier kann ich das Statement wieder nur bestätigen. Ich habe für mich zum Beispiel extra einen großen Schreibtisch mit riesiger Fläche gebaut, sodass ich zugleich mit Farben malen, mit Bleistiften zeichnen oder am PC digital zeichnen bzw. Bilder bearbeiten kann. Für die Zukunft plane ich mir ein "Atelier" einzurichten. Es arbeitet sich immer noch am besten, wenn man für sich ungestört und ohne Ablenkung von außen (außer vielleicht etwas Musik) arbeiten kann. Am besten den ganzen Raum mit Modellen und Bildern vollgehängt die einen inspirieren und motivieren!

Natürlich ist es auch hilfreich, Leute mit der gleichen Interesse oder ähnlichen Ambitionen um sich zu versammeln. Auch das gehört zum Umfeld und kann einen unglaublich Bereichern und voranbringen.

Kommentar von Marvin:

Das Umfeld beeinflusst einen stark. Sorge dafür das dein Sichtbereich dich nicht ablenkt. Im besten Fall baust du dir deine Zeichen-Umgebung so um, dass dich alles griffbereit umgibt was du brauchst. Man kann es sich vorstellen wie ein Cockpit. Ich mache es meist so: Rechts von mir Referenzen, vor mir die Staffelei, links ein Kasten voller Material. Dann kann dich nichts mehr ablenken!

Tipp 3: Informiere dich über effektive Übungen

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Nun, du hast Zeit und du hast die Umgebung. Jetzt kann es richtig losgehen. Doch vorsicht! Einfach drauf los zu stürmen ist teilweise gut, jedoch ineffektiv. Andere haben Jahrzehnte damit verbracht die effektivsten Zeichenübungen zu finden und zu vervollkommnen. Finde diese Leute und lerne von ihnen, damit deine Übungen nicht ins Leere laufen und deinen Zielen dienen.

Zeichenbücher, Online Zeichenkurse, Zeichenschule oder privater Zeichenmeister

Am besten aus allen Bereichen etwas lernen und besonders Anfangs viele Tipps zu deinen Zeichnungen einholen. Ich persönlich bevorzuge den Experten. Ich suche mir einen Künstler oder eine Künstlerin, die das kann, was ich gerne können möchte. Und entweder erzählt sie es bereits in einem kostenlosen Video oder einem Blogeintrag oder sie bietet Kurse an. Experten sind oft teuerer, doch es lohnt sich. Für mich hat es das immer. 

Sich im Zeichnen verbessern - Meine Reihenfolge:

Lerne solang es geht selber mit Büchern und kostenlosem Content im Internet, bis du nicht mehr weiter kommst. Dann brauchst du einen Experten, einen privaten Zeichenmeister oder eine Zeichenmeisterin, die dir persönlich helfen können.

Kommentar von Willi: 

In meinem Fall habe ich die letzten 2 Jahre damit zugebracht so viele Informationen in Form von Videos und Büchern zu Sammeln, wie möglich, um mir so erst mal einen Überblick zu verschaffen. Dabei ist es wichtig zu wissen, welches übergeordnete Ziel man in seiner Zeichenkarriere verfolgt. Also wo man irgendwann mal hin will, denn dementsprechend wird man die richtigen Informationen suchen. Aus den gesammelten Informationen kann man sich dann einen effizienten Plan zum Üben und Voranschreiten erstellen. Dies ermöglicht ein effektives Lernen in womöglich viel kürzerer Zeit als man erwartet hat.

Wie erwähnt ist das Ziel dabei wichtig. Und falls man dies noch nicht hat, gilt es zu experimentieren und "sich selbst zu finden". Auch das gehört zum Prozess.

Kommentar von Marvin:

Zeichnen lässt sich in einige Grunddisziplinen aufbrechen: Anatpomie, Portraits, dynamik, Farbenlehre, Komposition und Perspektive. Für jede dieser Bereiche gibt es Übungen die dich in diesen Basics voranbringen werden. Arbeite genau daran und verknüpfe das Gelernte miteinander. Die richtigen Übungen zu finden ist von eklatanter Bedeutung wenn du dich wirklich verbessern möchtest. Am besten suchst du dir jemanden, der dort ist wo du hin willst und schaust dir an was ihn zu diesem Punkt gebracht hat. Manchmal sind es nur ganz kleine Stellschrauben, an denen man drehen muss um große Resultate zu erzielen. Finde genau diese Stellschrauben.

Tipp 4: Üben üben üben

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Wieviel sollte man üben?

Sich im Zeichnen verbessern hat ganz viel mit Üben zu tun. Abhängig davon welches Ziel du mit deiner Kunst verfolgst.

Ich hatte mich früher super getäuscht. Hatte meinen Informatiker-Job gekündigt und träumte: Ich übe und zeichne ein Jahr, dann habe ich es geschafft und kann vom Zeichnen leben! Pustekuchen!!! Ich zeichnete mehrere Stunden täglich während dieses einen Jahres. Und habe mich super verbessert! Doch noch nicht genug, um als Profi zu arbeiten. 

Also habe ich angefangen noch mehr zu zeichnen! 5h, 6h, 8h am Tag. Fast jeden Tag in der Woche! Ich besuchte Zeichenmeister, ich übte, ich zeichnete und erst nach 3,5 Jahren intensivsten Übens bekam ich einen Job als Concept Artist in einer Spielefirma. Mit Glück! Und dann zeichnete ich in der Firma 8h am Tag und übte nach der Arbeit und am Wochenende. Bis mein Handgelenk nicht mehr mitmachte und ich 2 Jahre Pause nahm...

Pausen sind immens wichtig!

Viel üben ist wichtig, doch Pausen sind genauso wichtig! Lieber weniger zeichnen üben, dafür effektiv und konzentriert üben. Und immerschön auf die Gesundheit achten. Zeichnen lernen ist ein Marathon, kein Sprint. Du läufst nicht zu beginn eines Marathons wie ein Irrer los, so kommst du nie an! Heute laufe ich den zeichnerischen Marathon bewusst und ausdauernd. Ich zeichne und übe regelmäßig, fast jeden Tag, mache aber Pausen, sobald ich merke, dass ich eine Pause brauche.

Übe regelmäßig, fokussiert und mit Spaß bei der Sache. Dann ist die Verbesserung im Zeichnen dein treuer Freund.

Kommentar von Willi:

Wie bereits im vorherigen Punkt angeschnitten, ist es in meinen Augen wichtig sich einen ungefähren Plan zu erstellen. Hat man diesen, so kann man loslegen und viel üben. Dabei ist es wichtig die Geduld zu behalten und bereit zu sein, Jahre, wenn nicht schon viel mehr Jahrzehnte zu investieren.

Je nachdem, welches Ziel man verfolgt, muss jeder für sich selbst wissen, wie viel Zeit man investiert. Will man wirklich professionell, ja oder überragend werden, so sollte man bereit sein, den Großteil der Zeit täglich mehrere Stunden aufzuwenden und das wenn möglich für den Rest des Lebens.

Auch jeden Tag nur eine halbe Stunde zu zeichnen, kann sich akkumulieren und über lange Zeit große Fortschritte mit sich bringen.

Letzten Endes denke ich, dass es wichtig ist, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzten und den Spaß am Zeichnen zu behalten.

Kommentar von Marvin:

Ich glaube dieser Aspekt spricht für sich. Üben Üben Üben und nochmals Üben. Vergiss aber nie den Spaß an deiner Sache zu verlieren. Das ist mit das Wichtigste was du hast und es gilt es zu bewahren. Selbst Profis üben täglich! Mehr als Üben Üben Üben habe ich dazu auch nicht zu sagen.

Tipp 5: Zeichne mit einem Ziel

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Was ist dein Ziel beim Zeichnen?

Strebst du einen bestimmten Zeichenstil an? Möchtest du bestimmte Zeichenmaterialien meistern? Oder möchtest du in eine Zeichenschule aufgenommen werden? Vielleicht strebst du auch einen bestimmten Job in der Künstler-Branche an? Langfristige und kurzfristige Ziele sind wichtig, um deinen zeichnerischen Übungen eine Richtung und Bedeutung zu geben.

Es macht Spaß Ziele zu errreichen

Findest du nicht? So auch beim Zeichnen, ich setze mir ein Ziel so und so viele Übungen zu einem bestimmten Thema zu schaffen. Oder ich setze mir das Ziel bis zu einem bestimmten Termin ein Portfolio zu erstellen. Mit einem Ziel habe ich auch einen konkreteren Weg. Ich weiß was zu tun ist und habe es leichter effektive Übungen zu wählen. Beim Erreichen des Ziels bin ich happy und stolz. Was mich wiederum motiviert neue Ziele in Angriff zu nehmen und mehr zu zeichnen!

Ziele beeinflussen wie, wieviel und was du zeichnest

Warum zeichnest du? Wofür zeichnest du? Die Antworten auf diese Fragen definieren auch dein Zeichnen. Eine Person, die das Ziel hat der/die beste(r) ZeichnerIN der Welt zu werden, wird anders zeichnen wie eine Person, die mal zum Spaß eine abstrakte Kunsttherapie besuchen möchte. Wobei natürlich beides völlig in Ordnung ist. Ich sage nicht, dass die eine Motivation besser ist als die andere, nur dass es wichtig ist seine eigene Motivation und sein Ziel zu kennen.

Kommentar von Willi:

Wir haben bereits vorher schon öfters das Thema "Ziel" erwähnt. Das liegt daran, dass es einen immensen Unterschied macht, ob man sich ziel- ja fast schon orientierungslos durch ein Territorium bewegt, oder aber ob man festen Schrittes gezielt einer Richtung folgt.

Das große Ziel, kann man sich für das Leben setzen. Es ist das was einen antreibt und die große Vision ist, die man für sich hat. Die kleinen Ziele unterwegs, sind die Erfolgserlebnisse, die einem vor Augen führen, was man erreicht hat und einen den Spaß und die Motivation nicht verlieren lassen.

Ohne Frage gibt es immer wieder Phasen im Leben, wo man meint das Ziel aus den Augen verloren zu haben und sich neu orientieren muss. In solchen Zeiten sollte man sich Zeit nehmen, um das Ziel oder die Richtung neu zu bestimmen und so den richtigen Kurs für sich einzuschlagen. Man muss wissen was man will, doch sollte nie aufhören zu hinterfragen.

Kommentar von Marvin:

Was bedeutet dir Zeichnen? Wie wichtig ist es dir? Was willst du damit erreichen? Welchen Mehrwert kannst du mit deiner Kunst bieten? Das sind Fragen, die dich begleiten und auf die du eine Antwort finden solltest. Sie motivieren dich auch in Zeiten in denen du vielleicht mal mit einem sogenannten kreaTIEF zu kämpfen hast. Alles in allem geht es darum zu erkennen was dein "warum" zum Zeichnen ist. Hat man das erstmal gefunden, lässt es einen nicht mehr los. Ab da kann man sich Etappenziele setzen um seinem großen Ziel etwas näher zu kommen.

Sich im Zeichnen verbessern - Der extra Geheim-Tipp!

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Ein Geheim-Tipp, der immer noch geheim scheint, obwohl er es eigentlich nicht sollte. Was wirklich viele daran hindert sich im Zeichnen zu verbessern ist:

DIE ANGST VOR FEHLERN!!

Diese Angst hat mich früher wirklich zurück gehalten und heute sehe ich sie bei meinen Zeichenschülern. Und es ist ganz klar: In der Schule werden wir bestraft dafür Fehler zu machen. Mit schlechten Zensuren! Dabei macht man immer einen Haufen Fehler wenn man etwas neues lernt und umzusetzen wagt. 

Heute liebe ich es Fehler zu machen! Sie gehören zu meinen täglichen Begleitern. Natürlich keine Fehler, die sich wiederholen. Sondern neue Fehler, beim Lernen von neuen Sachen. Ich liebe Neues! Und wer Neues liebt, sollte zwangsweise Fehler lieben. 

Wie ist dein Standpunkt zu Fehlern?

9 Kommentare

  • Guter Beitrag! Allerdings bräuchte ich vlt etwas Tipps zum folgenden Thema: mir fällt es irgendwie schwer, gefühlt ewig für eine Zeichnung zu brauchen. ZB. Setze ich mir als Ziel eine Zeichnung innerhalb eines Zeitraums von paar Stunden bis wenigen Tagen fertig zu bekommen. Und manchmal passiert es, das ich mich über das Ergebnis ärgere, aber dabei genau weiß, dass ich ein anderes Ergebnis erreicht hätte wenn ich mehr Zeit darin investiert hätte . Ich bewundere Künstler, die mehrere Tage wenn nicht schon Wochen oder gar Monate an einer Zeichnung beschäftigt sind- wo es mir bis jetzt aber leider an Geduld gemangelt hat. Hast du da tipps für mich?
  • Hey Lisa,

    es gibt sicherlich Übungen, die dich dazu bringen länger an einer Zeichnung zu arbeiten als du "möchtest". Ich bin jedoch der Meinung, dass man nicht zu sehr gegen seine Natur gehen sollte. Ich habe Zeichner gesehen, die gefühlt Moooonate an einer Zeichnung saßen. Und die haben sich nicht angestregt dafür, es fiel ihnen leicht. Ich bin so ungeduldig wie du und konnte nie länger an einer Zeichnung arbeiten. Das habe ich akzeptiert und eher Techniken gelernt, um in kurzer Zeit Zeichnungen sehr fortgeschritten aussehen zu lassen. Das passte zu meiner Persönlichkeit und machte mir viel mehr Spaß. Das würde ich dir auch an dieser Stelle raten. Akzeptiere es und lerne es eher als Vorteil anzusehen :) Früher habe ich auch Künstler bewundert, die lange an einer Zeichnung sitzen, aber diese Zeichner bewundern wiederum Zeichner, die einen schnellen und flotten Strich haben hehe Also sei eher stolz auf deinen Skill! Einer meiner Jobs ist zur Zeit z.B. Schnellportrait-Zeichnen. Das können nicht viele und ich werde deutschlandweit gebucht, weil die Auftraggeber spüren, dass dieses Zeichnen zu meiner Persönlichkeit passt. Und wenn ich mal wirklich länger an etwas zeichnen möchte, dann lasse ich es paar Tage liegen und zeichne dann wieder dran. So stückchenweise. Aber das ist dann eine Woche oder so XD Nicht wirklich lange. Hoffe das hilft irgendwie!

    Gruß
    Maxim
  • Mega gut
  • Vielen Dank für die wertvollen Infos!
    Bei mir ist ein wichtiger Punkt auch die Zeit..
    Ich zeichne gerne bei Tageslicht, finde die Zeit aber auch eher Abends, wenn mein 8h-Stunden-Job beendet und die Kinder im Bett sind. Zum Glück ist es jetzt Abends länger hell, für den nächsten Herbst ist eine "Tageslicht-Beleuchtung" geplant.
    Die Angst vor Fehlern begleitet mich auch. Ich werde mir das Zitat "Entweder ich gewinne oder ich lerne" mal über meinen Arbeitsplatz hängen..
    Ich freue mich schon auf die nächste Aktion von euch!
    Liebe Grüße
  • Danke für deinen Kommentar. Wir freuen uns immer dermaßen darüber, wenn wir Leuten weiterhelfen können. Das zeigt uns immer, dass das ganze wirklich was nringt und Menschen inspiriert und ihnen Impulse gibt. Denn dafür machen wir das ja. (-;
  • Hey Maria,
    danke schön für deinen Kommentar! Das motiviert uns ungemein weiter zu machen :D :D :D Mir ist es übrigens auch mega wichtig bei Tageslicht zu zeichnen. Und der Winter in Rostock war ganz schlimm für mich, weil ich nur so wenig Tageslicht abbekam. Hab mir eine Tageslicht-Lampe gekauft! Das hilft schon. :) Bin sehr froh, dass die Tage jetzt länger sind.
    Viel Kraft und viele kreative Grüsse!
    Maxim
  • Ein interessanter Standpunkt! So habe ich das noch garnicht gesehen. Ich habe mich eher darauf konzentriert nach Zeichen-Tutorials zu suchen. Ich habe mich noch nicht so sehr damit beschäftigt Zeit und eine schöne Umgebung für mein Zeichnen zu schaffen. Darauf werde ich jetzt auf jedenfall mehr achten. Sehr schöner Beitrag und Podcast! Man merkt, dass ihr euch viel Mühe gemacht habt!

    Beste Grüße,
    Eilin
  • Hey Eilin,
    schön, dass dir der Beitrag geholfen hat :) Und ja, wir werden immer besser mit unserem Podcast und dem Beitrag. Besonders am Anfang ist es ein spannender Lernprozess. Wir haben aber auch super viel Spaß dabei!
    Viel kreatives Schaffen und viel Gesundheit! :)
    Maxim

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