Wie werde ich besser im Zeichnen? 10 erprobte Tipps!

Unsere Top 10 f├╝r deinen Erfolg als K├╝nstler:

Jeder von uns hat sich schon mal gefragt "Wie werde ich besser im Zeichnen?" Oder "Wie verbessern sich andere?" Auf diese Fragen gehen wir ein und schildern nicht nur unsere Top 10 zum effektiven Wachsen als Zeichner, sondern diskutieren und kommentieren unsere Themen. 

H├Âre jetzt unseren 30min-Podcast:

Zusammenfassung für alle "Ich-lese-lieber"-Kreative: 

Marvins Top 5 Tipps "Wie werde ich besser im Zeichnen?":

1. Sich st├Ąndig neu erfinden

Willi: In Hinsicht darauf, dass man dadurch immer wieder aus seinen alten Gewohnheiten ausbricht und dadurch seinen Horizont erweitert, neue Dinge lernt und sich st├Ąndig weiter entwickelt, stimme ich da voll zu.

Maxim: Auf jedenfall! Doch man muss aufpassen, je nach Zeichenphase in der man gerade steckt. Wenn man klar wei├č welchen Zeichenstil man lernen m├Âchte, dann ist es ratsam w├Ąhrend dieser Phase sich nur darauf zu konzentrieren diesen einen Zeichenstil zu lernen. Ohne sich von anderen Sachen ablenken zu lassen. Ich w├╝rde sagen, dass man am Anfang seiner Zeichenkarriere grunds├Ątzlich sich st├Ąndig neu erfinden sollte, um schnell zu lernen und zu wachsen. Denn so findet man heraus welcher K├╝nstler oder K├╝nstlerin man sein m├Âchte. Und sobald man es wei├č, sich eine Zeitlang zu fokussieren und eine MeisterIN in einer Sache werden. Fokus und "Einseitigkeit" geh├Âren auch zum Weg eines K├╝nstlers dazu, finde ich. :)

2. Ein Umfeld kreiren, dass deine Begeisterung teilt und (optional) sich einen Rivalen bzw Konkurrenten suchen.

Willi: Ein angenehmes Umfeld kann daf├╝r sorgen, dass das Zeichnen und Malen noch mehr Spa├č macht, als wenn man immer nur alleine zu Hause sitzt, w├Ąhrend man dies tut. Und eine freundschaftliche Rivalit├Ąt hilft dabei sich gegenseitig anzutreiben und zu motivieren.

Maxim: Ich kann nur eine gewisse Zeit alleine f├╝r mich zeichnen, dann dr├Ąngt es mich andere Zeichner zu treffen und mit ihnen zu skribbeln! Einst war ich auf einem Zeichen-Bootcamp mit anderen Zeichnern. Wir waren eine Woche auf einem Schlo├č-Anwesen und haben uns auf ein gemeinsames Zeichenprojekt fokussiert. Ich habe soooo viel gelernt! Die anderen haben mich inspiriert und mir neue Impulse gegen. Ich habe die Woche Tag und Nacht mich nur mit Zeichnen besch├Ąftigt, in einer perfekten Umgebung. Eine wirklich tolle Erfahrung!

Wenn man gesunde Konkurrenz aus├╝bt und andere spielerisch herausfordert, dann kann es einen ungemein motivieren und im Zeichnen verbessern! Ich selbst mache das sehr gerne, um mich zu puschen. Aber man muss aufpassen und sich emotional nicht zu sehr reinsteigern. Sonst brennt man nur aus!

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3. Keinen Perfektheits- Anspruch haben!

Willi: Manchmal schwer umsetzbar, doch extrem wichtig! Dadurch verliert man nicht den Spa├č an der Kunst, was dazu f├╝hrt, dass man immer weiter Zeichnet und sich weiter entwickelt. Fehler geh├Âren zum Prozess des Lernens.

Maxim: "Fehler machen k├Ânnen" ist ein gro├čes Thema in jedermanns k├╝nstlerischer Entwicklung. Leider wurden wir in der Schule gelehrt, dass Fehler schlecht w├Ąren. Denn daf├╝r haben wir immer schlechte Noten bekommen. In Wahrheit ist jedoch, dass Fehler notwendig sind und zum Verbessern dazu geh├Âren. Wenn man zu "perfektionistisch" ist und versucht keine Fehler zuzulassen, blockiert man seine Kunst und kommt nicht voran. Das habe ich schon bei sehr vielen Zeichensch├╝lern gesehen, leider. Deshalb, mach dir nicht zu viel Druck, freue dich auf Fehler und konzentriere dich lieber daran diese Fehler nicht immer wieder zu machen.

4. Sich verschiedene Vorbilder suchen!

Willi: Von verschiedenen Vorbildern kann man viel lernen und seinen Horizont erweitern. Sie inspirieren und motivieren. Indem man sich von vielen verschiedenen Vorbildern das raus pickt, was man am meisten mag, wird sich ├╝ber lange Zeit ein eigener Stil heraus kristallisieren.

Maxim: Wichtig dabei finde ich, dass man bei einem Vorbild nicht zu lange h├Ąngen bleibt. Sonst verliert man seine eigene Kunst aus den Augen und wird zu einer Kopie des Vorbildes. Deshalb "fix" lernen was man f├╝r seine eigene Kunst braucht und dann entweder f├╝r sich selbst ├╝ben oder zum n├Ąchsten Vorbild ├╝bergehen. So mache ich das :)

5. Eine t├Ągliche Zeichenroutine aufbauen!

Willi: Eine Routine kann sowohl Segen als auch Fluch sein. Manchmal ist es hilfreich aus einer alten Routine auszubrechen, um neue Wege zu gehen und somit neue Anregungen, Denkweisen und Inspiration zu bekommen. Zugleich k├Ânnen Routinen extrem hilfreich sein, um sich weiter zu entwickeln, regelm├Ą├čig an sich zu arbeiten und auf ein gewisses Ziel hin zu arbeiten, um es schlie├člich zu erreichen. Im Anschluss kann man sich dann ein neues Ziel setzen.

Maxim: Ich unterscheide in das Thema "Zeichenroutine" in 2 Bereiche. Einmal die wirklich lange Zeichenroutine, die ├╝ber Jahre geht und einmal die Zeichenroutine, die ├╝ber 1-3 Monate geht. Ich selbst habe es nie geschafft ein und die selbse ├ťbung ├╝ber Jahre durchzuhalten. Aber ├╝ber 1-3 Monate schon! So wechsel ich alle paar Monate meine kurzfristigen Zeichenroutinen und bleibe motiviert. W├Ąhrend meine langfristige Routine ├╝ber die letzten Jahre war immer am Zeichnen zu sein. Egal was ich gezeichnet habe, hauptsache zeichnen! Fast jeden Tag! Denn das verbessert auch meinen Gesamt-Zeichen-Skill.┬á

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Willis Top 5 Tipps "Wie werde ich besser im Zeichnen?":

 1. DAS zeichnen was man LIEBT bzw mag

Marvin: Das sehe ich genauso, da es essenziell ist seine Freude am Zeichnen aufrechtzuerhalten.

Maxim: Das erw├Ąrmt mein Herz! XD Ich bin immer meinem Herzen gefolgt und lag nie falsch damit. Mich interessieren Menschen. Deshalb habe ich mich auf das Portrait-Zeichnen spezialisiert. Ich liebe es und werde nie m├╝de Menschen zu zeichnen. Ein sch├Ânes Gef├╝hl, das zu machen was man liebt und damit auch gutes Geld zu verdienen. :)┬á

2. Viel Experimentieren!

Marvin: Experimentieren ist super wichtig, da man so seinen Zeichenstil ausbaut und flexibler im Zeichnen wird.

Maxim: Wie schon weiter oben erw├Ąhnt. Marvin und Willi sind relativ am Anfang ihres Zeichnens uns lieben es viel zu experimentieren. Ich dabei versuche meinen Kenntnisse gerade zu meistern. Deshalb fokussiere ich mich auf ein Thema und lasse mich nicht ablenken durch andere Zeichenstile oder andere Zeichner. Viel experimentieren ist deshalb f├╝r mich je nach Phase in der man ist wichtig.┬á

3. Grundlagen regelm├Ą├čig trainieren (Perspektive, Grundformen, Schattierung, Anatomie, Proportion, Figuren Zeichnen)

Marvin: Die Grundlagen bleiben mit das wichtigste und man sollte generell nie damit aufh├Âren an diesen zu feilen und sie weiterzuentwickeln, selbst Profis tun das.

Maxim: Oh ja! Das kann man immer machen! Das machen auch die besten Profis. Viele denken wenn man super gut und super erfolgreich im Zeichnen ist, dann braucht man nicht mehr zu ├╝ben. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Um eine Meisterschaft zu erreichen und zu halten bedarf es konstanten ├ťbens der Grundlagen. Deshalb am besten so fr├╝h wie m├Âglich das ├ťben lieben lernen!┬á

4. Abwechselnd von Referenzen abzeichnen und von Vorstellung zeichnen

Marvin: Man kann so durch das gezielte Studieren ├╝ben, seine Innere Bibliothek f├╝llen und vorallem lernen ebenso gezielt darauf zuzugreifen. Das ist extrem wichtig. Zeichner wie Kim Jung Gi haben diese Techniken gemeistert.

Maxim: Abzeichnen ist soooo wichtig! Und ├╝berhaupt nicht uncool, wie es viele behaupten. Wie oft habe ich den Kommentar von Teilnehmern geh├Ârt: "Das ist abgezeichnet? Achsoo... dann ist es ja nicht besonders". Das stimmt einfach nicht! Abpausen, Abzeichnen und Aus-dem-Kopf-zeichnen sind f├╝r mich v├Âllig gleichberechtigt. Es sollte blo├č in unterschiedlichen Lernphasen eingesetzt werden.┬á

"Abpausen" habe ich mit reingenommen, weil ich mal einen Kidszeichenkurs geleitet habe und viele Kids erstmal abgepaust haben. Die Eltern meinten dann aber: "Das ist unsinn! So lernt mein Kind nie das Zeichnen! Es soll sofort frei zeichnen!" Das hatte zur Folge, dass das Kind zu sehr unter Druck war und garnicht mehr gezeichnet hatte. Abpausen gew├Âhnt einen an das Zeichnen. Es bringt Erfolgserlebnisse, die man Anfangs braucht, um sich mehr zu trauen. Die Kids haben irgendwann von selbst angefangen frei zu zeichnen. So ist es auch mit dem Abzeichnen! Zeichne ab solange wie n├Âtig und bis du dich wohl f├╝hlst aus dem Kopf zu zeichnen!

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5. Meditieren & Spa├č am Lernen entwickeln

Marvin: Freude am Lernen ist als Grundeinstellung nicht nur f├╝rs Zeichnen, sondern generell f├╝r alle Lebensbereiche von eklatanter Bedeutung. Mit Meditieren habe ich pers├Ânlich wenig Erfahrungen, merke jedoch, das zeitaufw├Ąndigere Zeichnungen wie Kohleportraits mich nach einer Weile in einen relaxten, fast meditations├Ąhnlichen Zustand bringen.

Maxim: Es gibt unterschiedlichste Formen der Meditation. Ich meditiere fast jeden Tag. Aber ich schalte dabei meinen Geist nicht aus, sondern lenke meine Gedanken in eine positive Richtung. In die Richtung meiner Gesundheit, meines optimistischen Denkens und meiner Ziele. So ist jeder Tag f├╝r mich ein erfolgreicher und gl├╝cklicher Tag. Dadurch kann ich auch besser zeichnen und kreativer sein.

Und nat├╝rlich habe ich damit auch mehr Spa├č am Lernen. Ich liebe es zu lernen! In der Schule fand ich es langweilig, aber jetzt lerne ich jeden Tag etwas neues. Entweder was das Zeichnen direkt betrifft oder indirekt indem das Gelernte mein Leben verbessert.

Maxims Top 5 Tipps:

Wie werde ich besser im Zeichnen?

Verschoben auf einen Spezial-Podcast :) Die Top 5 der anderen beiden haben einfach f├╝r so interessante Gespr├Ąche gesorgt, dass wir uns entschieden haben den Podcast aufzuteilen.


8 Kommentare

  • Hammer Beitrag
  • Voll gut
  • Voll gut
  • Mit dem Perfektheits-Anspruch habe ich viele Probleme! Werde dann immer so schnell demotiviert wenn ich ein Bild abzeichnen m├Âchte, es aber einfach nicht klappt. Ich frage mich woher ich das hab. Interessanter Podcast, freue mich schon auf Maxims Top 5! Macht weiter so!!
  • Hey Eilin,
    ich kenne keine K├╝nstler, die nicht den Perfektheits-Anspruch h├Ątten XD Muss auch nicht negativ sein. Es motiviert ja auch ungemein eine Zeichnung immer besser machen zu wollen. Es muss blo├č in einem gesunden Rahmen bleiben. Mit der Zeit lernt man anzuhalten, sich zu sagen: "Ich habe mein bestes gegeben! Das ist gut so!" und dann ein n├Ąchstes Bild oder ├ťbung anzufangen. Sp├Ąter kann man immernoch zur├╝ck zum Bild kommen und es anpassen. Aber ohne sich zu ├Ąrgern ;D
    Danke f├╝r den Kommentar!!!
    Maxim

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Maxim Simonenko

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