maximko.de https://maximko.de/kuenstler-podcast/ Sun, 17 May 2026 05:16:20 +0000 de-DE hourly 1 5 Tipps für das perfekte Bild über der Couch mit Anna Franek https://maximko.de/kuenstler-podcast/bild-ueber-der-couch/ https://maximko.de/kuenstler-podcast/bild-ueber-der-couch/#comments Sat, 20 Jun 2020 13:37:00 +0000 Gastbeitrag https://maximko.de/kuenstler-podcast/bild-ueber-der-couch/ Weiterlesen

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Diese eine große, leere (weiße oder farbige) Wand über der Couch ist ein Dorn im Auge. Ein Bild würde der Wand und dem Zimmer mehr Charakter verleihen, aber die Auswahl ist groß. Um das perfekte Couchbild zu finden erhältst Du hier 6 Tipps, die die Wahl erleichtern.

Ein Gastbeitrag "5 Tipps für das perfekte Bild über der Couch" mit Anna Franek von Galerie Anna25. 

Punkt 1: Fotowand oder ein einzelnes Bild

Zuallererst musst die Entscheidung getroffen werden ob eine Fotowand oder ob ein einzelnes Bild die Wand schmücken soll. Der Unterschied zwischen den zwei Hängungen ist, dass bei einer Fotowand die einzelnen Bilder verloren gehen und zu einer großen Collage verschmelzen. Bei einem einzelnen Werk steht dieses Werk im Zentrum. Aus diesem Grund ist es essenziell, das richtige Bild zu finden, dass dem Raum das gewisse Etwas gibt,

Die Tipps in diesem Blogeintrag beziehen sich vorwiegend auf DAS eine Bild, sind jedoch auch auf eine Fotowand übertragbar.

Bild ueber der Couch Bild 1 Thomas Nitz crossover Serie 2020 experimentelle analoge Fotografie je 18 x 13 cm

© Anna Franek

Punkt 2: Größe

Kunst braucht Luft zum Atmen. Damit ein Kunstwerk seine Wirkung ausstrahlen kann, sollte es nicht zwischen Wand und Möbel eingeengt sein, sondern braucht etwas freie Wand, die ihm die Möglichkeiten gibt zu strahlen. Es ist ratsam, links und rechts den gleichen Abstand zu haben, wie auch oben und unten.

Ebenfalls empfiehlt es sich das Bild nicht zu Tief zu hängen, damit es durch die Köpfe der Sitzenden nicht beschädigt wird.

Allem in allen, kann das Bild bis zu dreiviertel der Wandfläche einnehmen ohne zu überwältigend zu wirken.

Behalte im Hinterkopf, dass ein Bild auch noch Abstand zwischen Wand und betrachtender Person braucht, damit es in vollen Zügen genossen werden kann. Umso weniger Abstand umso kleiner das Bild.

Punkt 3: Farbe

Bei der Farbe kommt es vor allem darauf an, was das Ziel des Couchbildes ist, ob es sich den Gegebenheiten anpassen oder ob es herausstehen soll. Für den ersten Fall kann die Akzentfarbe des Zimmers im Bild aufgegriffen werden um eine Einheit zu bilden. Für Fall Nummer zwei kann eine Kontrastfarbe (Rot - Grün, Blau – Orange, Gelb – Lila) ausgewählt werden, die sich vom Rest des Zimmers abhebt aber trotzdem mit dem Rest harmonisiert.

Falls die Wohnung in hellen Farben gehalten ist, dann darf mit dem Bild über der Couch Farbigkeit ins Zimmer gebracht werden. Es wird nicht nur das Zimmer erfrischt sondern ist sofort ein Eye-Cacher und Gesprächspunkt.

Bild ueber der Couch   Bild 2 Bernhard Paul modulation 02 2014 Acryl auf Leinwand 100 x 150 cm

© Anna Franek

Punkt 4: Motiv

Beim Motiv gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Zuallererst kann zwischen Abstrakt und Figurativ gewählt werden.

Falls die Wahl auf ein abstraktes Bild fällt, ist die Wahl der Farbigkeit umso essenzieller (siehe Punkt. 3.) Jedoch gibt es bei informeller Kunst auch Unterschiede, die Werke können geometrisch oder gestisch sein. Bei figurativer Malerei kann zwischen Landschaft, Mensch, Stadt, Tier, Stillleben und vielem mehr ausgewählt werden.

Für die Motivwahl gibt es eigentlich keine Regeln, außer dass das Motiv deinem persönlichen Geschmack entsprechen soll, egal ob abstrakt oder figurativ.

Punkt 5: Geld

Jetzt kommen wir zum Thema Geld. Wie viel soll für das Couchbild ausgegeben werden? In meiner Branche empfehle ich Sammlern immer bis zu 10 % des Jahresgehalts für Kunst auszugeben. Auch bei dem Kauf eines einzigen Kunstwerkes über die Couch will ich das gleiche empfehlen. Mit dem Kauf eines einzigartigen Gemäldes für Dein Wohnzimmer unterstützt Du nicht nur aufstrebende Künstler sondern besitzt ein unverwechselbares Kunstwerk an der Wand, dass Deine Persönlichkeit widerspiegelt. Ein Null-Acht-Fünfzig Bild aus einem schwedischen Möbelgeschäft sieht zwar schickt aus, gibt jedoch nichts her, wohingegen ein Kunstwerk einem Gänsehaut geben kann.

Bild ueber der Couch   Bild 3 Pham Thia Ho Ich weiss vieles ergibt keinen Sinn 2017 lmischtechnik auf Fotoleinwand 75 x 100 cm

© Anna Franek

Ich empfehle Dir ein Bild auszusuchen, dass Dir beim anschauen ein warmes Gefühl im Bauch gibt. Das Bild soll bestenfalls für Jahre über der Couch hängen, weswegen die Wahl auf ein Bild fallen sollte, dass einem Freunde bereitet und welches immer wieder gerne betrachtet wird.

Schau gerne auf meiner Webseite vorbei, um eine Auswahl an möglichen Couchbilden zu finden: www.anna25.de 

Wer ist Anna Franek?

Anna Franek, hat im Jahre 2012, noch während ihres Kunstgeschichte-Studiums an der Lundwigs-Maximilian-Universität in München, mit dem "Anna25" Ausstellungsprojekt begonnen, bei dem sie alle 3 Monate irgendwo in Deutschland eine Ausstellung für nur 25 Stunden organisierte. Im selben Jahr eröffnete sie die Galerie "Anna25" in Berlin-Kreuzberg. Neben sechs bis acht Ausstellungen im Jahr profiliert sich die Galerie durch Messeteilnahmen, verschiedene Kooperationen, Kunstberatung und das Entdecken, Fördern und gemeinsames Wachsen von jungen Künstlern. 

Perfektes Bild über der Couch - 5 Tipps

bild ueber der couch mit galerie anna25

Perfektes Bild über der Couch - 5 Tipps

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Meine 5 Lieblingstipps: Spannende Story schreiben für Manga, Comic oder Roman; Beispiele + Übungen! https://maximko.de/kuenstler-podcast/spannende-story-schreiben-manga-comic-roman/ https://maximko.de/kuenstler-podcast/spannende-story-schreiben-manga-comic-roman/#comments Fri, 05 Jun 2020 21:49:00 +0000 Gastbeitrag Tutorial Story geschichten schreiben https://maximko.de/kuenstler-podcast/spannende-story-schreiben-manga-comic-roman/ Weiterlesen

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Gastbeitrag "Spannende Story schreiben: 5 Lieblingstipps" von Tokihara (www.cosmica-tokihara.de)

Du plottest (d.h. Planen der Handlung) gerade deine Story oder hast eine Schreibblockade und sucht neue Ansätze und Ideen für eine spannende Geschichte?

Dann bist du hier genau richtig. In diesem Blogeintrag erwarten dich fünf Tipps, mit denen du deine Story richtig aufregend gestalten kannst.

Um meine Tipps zu veranschaulichen, erkläre ich sie dir an Beispielen aus meinem Debütroman »Cosmica: Schwarz&Weiß«.

In der Trilogie »Cosmica« geht es um einen Magier-Tyrann namens Viis, der die Welt unterworfen und nach seinen Vorstellungen neu aufgebaut hat. Mit seiner Magie hat er den Menschen die Erinnerung genommen. Ein junges Mädchen namens Ruta Pez wurde dazu auserkoren, die Welt von dem Tyrann zu befreien. Jedoch wurden auch ihr die Erinnerungen genommen. Schließlich trifft sie auf einen jungen Mann namens Tomaki, der seine Erinnerungen an die unterworfene Welt noch hat und zusammen mit ihm und mit Hilfe von Drachen soll Ruta Pez die Welt zurück ins Gleichgewicht bringen.

Dazu gibt es Übungen, an denen du dich gleich ausprobieren kannst.

Die ersten Vier der hier aufgeführten Tipps eignen sich hervorragend für Manga, Comics und Romane. Tipp 5 ist ein Geheimtipp vor allem für Romanschreibende und dreht sich um die Frage: Was können wir von Manga- und Comicautoren lernen, welche die Handlung ausschließlich zeichnen?

Eine spannende Story schreiben macht Spaß, also los geht’s!

(Disclaimer: Diese Tipps dienen als Inspiration und Horizonterweiterung, nicht als Garant für einen Bestseller. )

Tipp 1: Überraschende Wendungen

First things first: Dieser Tipp gehört wohl zu meinen Lieblingen. Schon den Teilnehmern meines »Kreativen Schreiben« Kurses empfahl ich diesen Tipp. Gerade, weil er so vielseitig ist, nutze ich ihn gerne. Ein Kampfgeschehen? Perfekt für eine Überraschung. Eure Figur hat einen emotionalen Tiefpunkt? Wie wäre es mit einem unvorhergesehenen Ereignis, um die Stimmung aufzuhellen?

Auch die Art der Überraschung kann unterschiedlich ausfallen. Eine neue Figur, ein Naturgeschehen, ein Geschenk oder eine neue Fähigkeit. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Beispiel Cosmica (Achtung Spoiler!):

In Kapitel 5 auf Seite 43 von Cosmica: Schwarz&Weiß wird die Protagonistin Ruta Pez von einem Magier namens Viovis angegriffen. Im Laufe des Kampfes stellt sich heraus, dass Viovis ihr überlegen ist. Ruta liegt verletzt am Boden:

»Mein Kopf brummte. Er (Viovis) holte zu einem erneuten Tritt aus. Ich spannte meinen Körper an, schloss die Augen. Ich würde es aushalten, vielleicht. Ging es hier und jetzt zu Ende?«

Eine spannende und zugleich aussichtslose Situation. Perfekt für eine überraschende Wendung:

»Ich wartete auf den Schmerz, doch er kam nicht. Stattdessen hörte ich ein schweres Stöhnen und ein blechernes Scheppern. Mein Angreifer fiel zu Boden. Zuckte kurz und krümmte sich vor Schmerzen. Eine weitere Gestalt richtete sich vor mir auf.«

Eine Figur erscheint, löst die Situation auf und rettet Ruta. Doch es ist nicht irgendjemand, sondern Tomaki, eine ganz besondere Figur. Warum er so wichtig ist, erfahrt ihr in Cosmica Band 1: Schwarz&Weiß.

Übung:

Wie hätte die Situation noch ausgehen können? Was für eine überraschende Wendung fällt dir ein? Schreibe/Zeichne das erste Zitat aus Cosmica mit deiner eigenen Idee weiter.

Tipp 2: Der Protagonist braucht Pausen - Der Leser auch

Gerade hatten wir eine sehr spannende Stelle, es ist viel passiert: Ein Kampf und eine überraschende Wendung. Nach dynamischen Episoden sollte ein ruhigeres Kapitel folgen. Der Protagonist muss sich erholen, ebenso wie der Leser. Wenn z. B. eine Kampfszene nach der anderen kommt, wird der Leser müde, unaufmerksam und überspringt im schlimmsten Fall Seiten. Das Gleiche gilt für Überraschungen: zu viele wirken unrealistisch und bei Überbenutzung keinesfalls mehr überraschend.

Deshalb ist es am idealsten, wenn sich dynamische und ruhige Kapitel abwechseln. Ruhige Kapitel können sein, in denen die Gefühle und Gedanken des Protagonisten offenbart und verarbeitet werden oder z. B. auch die Kampfverletzungen der Figuren versorgt werden. Dadurch rücken Figur und Leser noch enger zusammen und machen eine Pause, bevor es wieder spannend weitergeht. In ruhigen Kapiteln findet man auch oft Erklärungen (von z. B. der Welt, der Hauptaufgabe des Protagonisten, Erleuchtungen usw.)

Beispiel Cosmica (Achtung Spoiler!):

Nachdem sich Ruta mit dem Magier Vivois einen Kampf geliefert hat, wurde sie von Tomaki nach Hause gebracht. Mit Kapitel 7 folgt nach der Kampfszene ein ruhiges Kapitel. Die Protagonistin Ruta wacht in ihrem Bett auf und wird zuhause von Tomaki besucht. Dieser versorgt ihre Wunden und spricht schließlich mit Ruta über ihre Bestimmung. Außerdem offenbart er ihr, dass der Herrscher von Cosmica ihr die Erinnerungen genommen hat.

Der Leser erfährt durch Tomaki nicht nur die Aufgabe der Protagonistin, sondern beobachtet auch, wie sich Ruta und Tomaki näher kommen. Das Kapitel endet mit Rutas Gedanken und Fragen.

Übung:

Stelle bei deinem eigenen Werk fest, ob sich ruhige und dynamische Szenen abwechseln. Wenn nicht: Versuche nach einer aufregenden Szene, ein Kapitel mit weniger Tempo zu verfassen.

Tipp 3: Hab das Ende vor Augen

Drauflos plotten ist gut und schön, kann aber schnell chaotisch werden, wenn man nicht weiß, wohin die Story führen wird. Unerfahrene Autoren haben das Problem zu vieler Ideen und verlieren sich gern in ihnen. Wenn du aber weißt, was am Ende deines Werkes passieren wird, dann hast du einen roten Faden, an dem du dich orientieren kannst.

Eines der ersten Kapitel, die ich für Cosmica Band 1 und 2 entwarf, war unter anderem das Ende. Ich hatte eine vage Idee von dem, was passieren sollte und so arbeitete ich mit dem Rest der Kapitel darauf hin.

Übung:

Entwirf zuerst das Ende einer einzelnen Szene und plane dann, wie sich deine Handlung bis dahin entwickeln soll.

Tipp 4: Vorahnungen von Figuren/Erzählern

Eine Geschichte wird vor allem durch die Frage »Was passiert als Nächstes?« spannend. Dazu können deine Figuren sehr viel beitragen. Wenn deine Figur z. B. etwas schlimmes ahnt, will der Leser natürlich wissen, wie es weiter geht.

Beispiel Cosmica (Achtung Spoiler!):

Ich benutze Vorahnungen gerne am Ende von Kapiteln. So zum Beispiel am Schluss von Kapitel 24 auf Seite 179:

»Ich hatte so ein Gefühl, dass ich noch früh genug herausfinden würde, was es mit Nanami und Ronin auf sich hatte.«

Oder das Ende von Kapitel 32 auf Seite 232:

»Spätestens jetzt bestätigte sich, dass Viovis einen Plan haben musste. Ein Plan, dessen düstere Ausmaße wir nicht kannten und der uns vielleicht zerstören würde.«

Übung:

Suche in deinem eigenen Werk nach passenden Stellen für Vorahnungen und arbeite sie mit ein. Es gibt noch keine geeignete? Dann kreiere eine, um die Neugierde beim Leser zu wecken!

Tipp 5: Was Romanschreibende von Manga- und Comicautoren lernen können

Erzählte Handlung durch Dialoge ersetzen

Im Manga und Comic wird die Handlung durch Dialoge, Monologe und natürlich durch Bilder vorangebracht. Ein Roman hat keine Bilder: Die Handlung wird durch Erzählungen und Beschreibungen ausgedrückt. Gerade in der Einleitung von Romanen kommt es häufig vor, dass die Figuren mit erzählter Handlung vorgestellt werden:

Beispiel erzählte Handlung:

Armin war Profisprinter. Seit vier Jahren verbrachte er jeden Tag auf dem Track. Seine Sprintkameraden beäugten das Training skeptisch. Doch Armin ließ sich davon nicht verunsichern. Er verlor sein großes Ziel nie aus den Augen: Der Sieg bei Olympia.

Man kann die Figur aber auch durch einen lebendigen Dialog einführen:

Beispiel Erzählen durch Dialog:

Person A: »Armin! Seit vier Jahren sehe ich dich jeden Tag auf diesem Track auf und ab sprinten. Wozu das Ganze?«

Person B: »Ich will bei Olympia Gold gewinnen.«

Der Dialog wirkt ganz anders, als die Erzählung. Was die Unterhaltung interessanter, als die Erzählung macht, sind die mitschwingenden Emotionen der Figuren. Wir lesen heraus, dass Person A an der Sinnhaftigkeit des Trainings von Person B zweifelt. Person B wiederum entgegnet den Zweifeln von Person A mit fester Entschlossenheit.

Zudem ist der Dialog zwei Sätze kürzer als die erzählte Handlung. Und das Wichtigste: Der Leser ist beim Dialog näher am Geschehen der Handlung. Er erlebt die Situation zusammen mit der Figur und kann sich schneller mit ihr identifizieren, als wenn ein Erzähler die Situation berichtet.

Beispiel Cosmica (Achtung Spoiler!):

Das 3. Kapitel in Cosmica: Schwarz&Weiß habe ich nach demselben Muster geschrieben. In dem Kapitel begegnen sich Tomaki und Giove und Giove zweifelt an der Sinnhaftigkeit von Tomakis Suche nach der Protagonistin Ruta Pez. Ich habe mich bewusst für Dialoge entschieden, damit der Leser das Gespräch der beiden hautnah miterlebt und somit von selbst auf das schlechte Verhältnis zwischen Giove und Tomaki schließen kann.

Übung:

Wähle einen Absatz erzählter Handlung aus Cosmica oder deinem Lieblingsbuch aus und wandle es in einen Dialog um.

Das waren sie, meine fünf Tipps zum Thema "Eine spannende Story schreiben"! Ich hoffe, die Tipps und Übungen helfen dir beim Entwerfen deiner Story weiter und du kreierst damit eine super spannende Geschichte. Egal ob im Manga, Comic oder Roman.

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht

Tokihara


Über die Autorin Tokihara:

Tokihara schreibt Geschichten im Gerne Fantasy. 2017 debütierte sie mit dem ersten Band ihrer Trilogie »Cosmica: Schwarz&Weiß«, woraufhin 2019 der zweite Band »Cosmica: Freund oder Feind« erschien. Die beiden Titel stellt sie auf diversen Messen (u. a. LBM) und Lesungen vor.

spannende story schreiben fuer manga comic roman mit tokihara cosmicacosmica2 buchcover maximko tokihara


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Buchcover zeichnen - Zwischen Künstler & Schriftstellerin https://maximko.de/kuenstler-podcast/buchcover-zeichnen-erfahrung-kuenstler-schriftsteller/ https://maximko.de/kuenstler-podcast/buchcover-zeichnen-erfahrung-kuenstler-schriftsteller/#comments Wed, 27 May 2020 14:46:00 +0000 podcast buchcover Künstler-Leben künstler gespräch https://maximko.de/kuenstler-podcast/buchcover-zeichnen-erfahrung-kuenstler-schriftsteller/ Weiterlesen

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MaWiMa-Künstler-Podcast mit Maxim Simonenko, Lena (Tokihara) als Gast und Willi Schlese

In dieser Folge geht es um das Thema "Buchcover zeichnen" auf Basis der Zusammenarbeit zwischen der Autorin Lena und dem Künstler Maxim. Viel Spaß bei der Folge! :D


Über die Gast-Autorin:

Die junge Schriftstellerin Lena Kiy aus Rostock schreibt unter dem Autorenpseudonym »Tokihara« Geschichten im Genre Fantasy. 2017 debütierte sie mit dem ersten Band ihrer Trilogie »Cosmica: Schwarz & Weiß«. 2019 folgte der zweite Band »Cosmica: Freund oder Feind«. Die Titel stellt sie auf diversen Messen (u.a. LBM) und Lesungen vor.

Was Tokiharas Trilogie »Cosmica« auszeichnet ist zum einen der asiatische Flair, zum anderen die spannenden Wendungen bis zur letzten Seite und natürlich die einzigartigen Buchcover, welche in Zusammenarbeit mit Maxim Simonenko entstanden.

cosmica2 buchcover maximko tokihara

Buchcover zeichnen: Die Zusammenarbeit aus der Sicht der Autorin

Über die VHS Rostock bin ich auf Maxim Simonenko aufmerksam geworden. Nachdem ich mir das Portfolio auf seiner Internet Seite angeschaut habe, wusste ich, dass er genau der richtige Künstler für mein Buchcover von »Cosmica Band 1: Schwarz und Weiß« ist. Wir vereinbarten einen Termin und tauschten uns über mein Projekt und meine Vorstellungen aus. Als es zu einer Zusammenarbeit kam, war ich überglücklich. Der erste Entwurf hat nicht lange auf sich warten lassen und war genau nach meinen Wünschen angefertigt worden. Ich war total begeistert! 

Das Gefühl, Figuren aus meiner Geschichte gezeichnet sehen zu können, war überwältigend! 

Ich erinnere mich noch, dass mich der erste Coverentwurf von Maxim noch mal so richtig angespornte und mir Kraft gab, mein Buch fertigzustellen. Aus dem Entwurf entwickelte sich ein Kunstwerk, welches auf jeder Messe ein echter Hingucker ist. Wenn mich die Messebesucher auf das tolle Buchcover ansprechen, macht mich das mächtig stolz. Für mich stand von Anfang an fest, dass Maxim auch das Cover für Band 2 von »Cosmica« zeichnen sollte. Als der Entwurf für Band 2 fertig war, hätte ich es am liebsten gleich auf all meinen Social Media Accounts geteilt, so begeistert war ich! :-) Bei den Farben vom Cover von Band 2 hatte ich noch keine konkreten Vorstellungen, doch da erhielt ich sehr viel Unterstützung von Maxim. Er entwarf mehrere Farbkombinationen des Covers und somit konnte ich zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Eine Zusammenarbeit mit Maxim empfinde ich als sehr angenehm, unbeschwert und problemlos. Maxim geht auf meine Wünsche und Vorstellungen ein, übertrifft diese sogar und kreiert jedes Mal aufs Neue ein einzigartiges Kunstwerk. Auf das Cover des Abschlussbandes der Reihe Cosmica freue ich mich schon ganz besonders! 

cosmica buchcover maxim simonenko

Buchcover: Zusammenarbeit aus der Sicht des Künstlers

Als der Auftrag von Lena (Tokihara) per Email bei mir (=Maxim) ankam reagierte ich erstmal recht neutral. Anfragen kommen regelmäßig, meine erste Frage ist: "Wird es auch entsprechend bezahlt?" Zu häufig passiert es, dass potentielle Kunden wenig, bis garnichts zahlen möchten. Auch wenn sie meine Zeichnungen toll finden. Dann muss ich freundlich absagen, denn ich bestreite meinen Lebensunterhalt mit meiner Kunst.

Bei Lena in diesem Fall aber gab es gutes Geld für das Cover und ich nahm den Auftrag ernst. Nach einem persönlichen Treffen zeigte sich: Es wird eine großartige Zusammenarbeit! 

Lena hatte bereits einen Entwurf, eine kleine Skizze, was sie sich beim Cover vorstellt. Auch den Titel hatte sie bereits gezeichnet gehabt. Das ist ein super Fundament für mich. Ich musste nicht mehrere Cover entwerfen, um herauszufinden in welche Richtung das Cover gehen sollte. Ihre Vorbereitung hat uns beiden sehr viel Arbeit erspart.

Darüberhinaus war es toll, dass ich recht viel künstlerische Freiheiten hatte. Lena hatte zwar ein Fundament, eine Richtung in ihrem Kopf, aber sie akzeptierte meine Vorschläge und Änderungen. So habe ich das Buchcover ohne viele Änderungen fertig stellen können. 

Gutes Honorar, ein klares Fundament für das Buchcover, Akzeptanz von Änderungen und Begeisterung durchweg, machten es für mich zu einem super Auftrag :)

Nun, ich bin kein Experte im "Buchcover zeichnen". Vorallem nicht im Design eines gesamten Buchrückens. Deshalb habe ich auch immer wieder Hilfe bei einer Grafikerin eingeholt. Design und Zeichnen sind nochmal zwei ziemlich unterschiedliche Bereiche. Aber dazu mehr in einer anderen Folge!

Danke an Lena für die tolle Zusammenarbeit und die Teilnahme am Podcast :) 


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Viel kreative Zeit wünschen dir:

Lena (www.cosmica-tokihara.de)

Maxim (www.maximko.de)

Willi (www.willischlese.com)


buchcover zeichnen kuenstler schriftsteller mit maxim simonenko tokihara


Buchcover zeichnen: Erfahrungsbericht Künstler/Autorin

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Mein erster Online Zeichenkurs Launch https://maximko.de/kuenstler-podcast/erster-online-zeichenkurs-launch/ https://maximko.de/kuenstler-podcast/erster-online-zeichenkurs-launch/#comments Mon, 18 May 2020 10:20:00 +0000 podcast Zeichnen lernen https://maximko.de/kuenstler-podcast/erster-online-zeichenkurs-launch/ Weiterlesen

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MaWiMa-Künstler-Podcast mit Maxim Simonenko

Podcast Episode 7: Maxim´s erster Online Zeichenkurs Launch

Nach einer 2-wöchigen Podcast-Pause sind wir wieder am Start. Es war so viel passiert: Marvin hatte seine Abschlussprüfungen, Willi hat sich in seine Kunst zurückgezogen und ich hatte meinen ersten Online Zeichenkurs Launch.

Der Launch ist letzten Endes sehr erfolgreich gewesen. ABER! Es ist so viel Unvorhergesehenes passiert. Ich habe so viel Neues gelernt und erfahren, dass ich einfach darüber sprechen wollte. Marvin und Willi waren auch sehr interessiert, also gab es diesmal einen ganzen Podcast darüber.

Erste Lehre: Streuung der Kurs-Informationen wichtig!

Mein Online Zeichenkurs "Gesichter zeichnen Grundlagen" hat 17 Anmeldungen, für jeweils 66 € pro Teilnehmer. Verteilt auf 4 Abende. Nach der ersten Umfrage unter den Teilnehmern: Jeder ist über einen anderen Kanal auf mich aufmerksam geworden. Die einen über meine Facebook-Gruppe, die anderen über Instagram, die anderen sind über Google-Suche auf meine Kurs-Homepage gekommen, die anderen haben den Kurs von der Volkshochschule erfahren, die anderen sind von mir über Email informiert worden. Die Streuung meiner Kurs-Werbung war also wichtig. Dabei hatte ich gehofft meine Teilnehmer würden aus einer Quelle kommen und ich müsste mich nur noch darauf konzentrieren. Es war so ein immenser Aufwand für mich all das Social-Media- und Email-Marketing zu betreiben... 

Es ist so schwierig Teilnehmer für einen Kurs zu bekommen!

17 Teilnehmer sind toll, keine Frage! Aber gemessen an dem Aufwand, den ich wochenlang vorher betrieben hatte, erscheint es mir trotzdem verhältnismäßig wenig Feedback. Ich hatte über 250 Besuche auf meine Kurs-Homepage. Ich habe 150 € für Werbung auf Facebook und Instagram ausgegeben. Ich habe 300 Email-Adressen gesammelt und diese Kontakte auch angeschrieben. Ich habe regelmäßig auf Social-Media gepostet und kostenlose Live-Streams veranstaltet. Das war soooooo viel Arbeit. Noch bevor der Kurs begann. Den Kurs zu Erstellen und zu Halten ist ein Klacks gegen die Vorarbeit! XD Für mich war deshalb eine weitere Lehre, dass ich viel mehr Geduld für Online Zeichenkurse brauche. Es dauert einfach bis Zeicheninteressierte Vertrauen zu mir aufgebaut haben und meinen Kurs besuchen würden. Wenn ich lokal und persönlich Kurse halte oder bewerbe, dann fiel es mir einfacher: Da konnte ich persönlich überzeugen. Online geht es nicht so einfach. Zumindest fällt es mir nicht so einfach ;) 

Beim ersten Kurs ging (natürlich) die Technik nicht

Das musste ja passieren. Das die Technik mal ausfällt gehört dazu. Beim ersten Kursstart kamen die Teilnehmer einfach nicht in den digitalen Kursraum der Volkshochschule. Alle waren bereit, alle haben sich extra Zeit genommen. Da ist es wichtig cool zu bleiben! Wenn man als Kursleiter in Panik gerät, dann überträgt sich das auch auf die Teilnehmer. Wir haben den Kurs einfach um eine Woche verschoben. Die VHS-Kollegen haben die Ursache gefunden und wir konnten eine Woche darauf den Kurs ohne technische Probleme starten. Vielen Dank an die VHS-Kollegen und auch die Teilnehmer, die sehr viel Verständnis gezeigt haben.

Weniger ist mehr

Ich habe mich etwas verschätzt wie viele Infos sinnvoll für einen Kursabend sind. Als Kursleiter möchte ich so viele Informationen und nützliche Tipps den Teilnehmern vermitteln wie es nur geht. Nur hehe ist das wirklich nicht sinnvoll. Mein Online Zeichenkurs ist ja ein Live-Stream. Ich dachte: Ich zeichne recht flott vor mich hin und erkläre es parallel. Die Teilnehmer schauen es sich an, bekommen nach dem Kurs die Aufzeichnung und üben gemütlich zu Hause. Doch alle wollten gleich mitzeichnen! Also zeichnete ich langsamer und erklärte mehr, damit alle mitkamen. Natürlich bin ich nicht mit meinem geplanten Programm durchgekommen... Ich habe einfach alles nachgereicht als Video. Muss ja das erfüllen, was ich versprochen hatte. Deshalb auch hier die Lehre für mich: Kleinere Themen mit weniger Inhalten, dafür mehr Kommunikation und mehr Erklärung.

Alles in einem war es ein großartiger Online Zeichenkurs Launch mit tollen Teilnehmern. Ich freue mich schon auf den nächsten Kursabend und überlege mir bereits neue Kurs-Themen. Ich habe eine Menge gelernt und werde den nächsten Kurs und den Lauch besser machen!

Maxim :) :) :)


PS.:

Schreibe uns gerne einen Kommentar :)

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Viel kreative Zeit wünschen dir:

Maxim (www.maximko.de)

Online Zeichenkurs Launch - der erste und der lehrreichste

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Wie du deinen eigenen Zeichenstil findest in 4 Schritten https://maximko.de/kuenstler-podcast/wie-du-deinen-eigenen-zeichenstil-findest/ https://maximko.de/kuenstler-podcast/wie-du-deinen-eigenen-zeichenstil-findest/#comments Fri, 24 Apr 2020 18:21:00 +0000 Zeichnen lernen Zeichenstil Künstler-Leben https://maximko.de/kuenstler-podcast/wie-du-deinen-eigenen-zeichenstil-findest/ Weiterlesen

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Vom Manga-Zeichnen, zum Concept Art, zum Fantasy-digital-Portrait-Zeichnen, zum Ausmalbilder-Zeichnen, zum Background-Art, zum vielseitigen Porträt-Zeichner auf Live-Events

Hallo und willkommen! Ich bin Maxim Simonenko, freut mich, dass du deinen Weg zu meinem Blog gefunden hast. 

Bevor du meinen Beitrag zum Thema "Wie du deinen eigenen Zeichenstil in 4 Schritten findest" liest, stelle ich mich kurz vor. Denn, es ist immer wichtig etwas über die Person zu erfahren von der man Informationen bekommt. So kann man das Wissen, das man bekommt, besser nachvollziehen und bewerten. Deshalb meine kurze Bio, seit 12 Jahren bin ich freiberuflicher Künstler:

  • 2008: Kündigung meines Vollzeit-Jobs als Informatiker
  • 2008-2010: Manga zeichnen lernen
  • 2010-2012: Concept Artist in der Spiele-Branche
  • 2012-2014: Weltreise mit Skizzenbüchern
  • 2015: Digitale fantasy Portraits auf Deviantart
  • 2016: Ausmalbilder zeichnen Marke "Tentangli" mit Buchveröffentlichung
  • 2017: Hintergrund-Zeichner für eine 2D-Kino-Produktion
  • 2018: Dozent und leitender Zeichenkurs-Leiter in mehreren Schulen
  • 2019-2020: Live-Schnellportrait-Zeichner auf Events
Kann ich überhaupt einen Zeichenstil haben nachdem ich meine Karriere als Zeichner so oft geändert habe?

Hier gehts zur Textversion unseres Podcasts:


Wie du deinen eigenen Zeichenstil findest ?

wie du deinen eigenen zeichenstil findest mit maxim simonenko zeichenkurse vhs facebook beitragsbild2

Überraschung: Du zeichnest bereits in deinem eigenen Zeichenstil!

Jeder Strich, den du zeichnest, ist bereits so einzigartig, dass er in deinem eigenen Zeichenstil gezeichnet ist. Niemand kann einen Strich so zeichnen wie du. Weil niemand die exakt gleiche Anatomie deines Körpers hat. Und dein Körper führt den Stift oder Pinsel. Also ist die Bewegung völlig einzigartig. Hinzukommt, dass deine innere Einstellung mit der du zeichnest völlig einzigartig ist. All deine Erfahrungen und Empfindungen und dein einzigartiger Körper können garnicht anders als einzigartige Zeichnungen zu produzieren!

Und ist nicht genau das was wir von einem Zeichenstil erwarten? Einzigartigkeit? Denn die hast du bereits! Ziemlich tief, ne? Hehe

Okay, das Problem ist, dass andere garnicht die Unterschiede zwischen deinen Strichen und den Strichen anderer sehen können. Wenn du etwas abzeichnest kommt von anderen: "Das sieht aus wie Naruto! Du zeichnest wie Naruto!" (Naruto ist ein beliebter japanischer Anime) 

Man kann es den "Schlechte-Kommentare-bei-Leuten-die-sich-tatsächlich-anstrengen-sich-zeichnerisch-zu-verbessern-Gebern" nicht verübeln. Sie sehen einfach noch nicht die feinen Unterschiede in einer menschlichen Persönlichkeit und die noch feineren Unterschiede in der Ausführung eines einzigartigen Strichs. Und um ehrlich zu sein: die meisten Menschen werden nicht die Unterschiede sehen. Sobald die Augen nur einen Ticken zu groß gezeichnet sind kommt: "Oh! Das ist Manga! Du zeichnest wie die Manga-Menschen!"

Dadurch entsteht der Drang bei Künstlern einen SICHTBAR einzigartigen Zeichenstil zu entwickeln, der auch von denen anerkannt wird, die visuell nicht sehr kompetent sind. Das kann ich sehr gut verstehen und so ging es mir auch. Bis ich diesen Beitrag geschrieben habe! (Nein, schon etwas früher;) Aber nicht vor langer Zeit!)

Ein Zeichenstil ist für mich der visuelle Ausdruck der eigenen Persönlichkeit

Maximko´s Weg zum SICHTBAR einzigartigen Zeichenstil

Schritt 1: 

Realisiere, dass du in jedem Moment in dem du zeichnest einen eigenen Zeichenstil hast und immer haben wirst. Denn er ist immer der Ausdruck deiner momentanen Persönlichkeit EGAL was du zeichnest. Es geht ja beim Zeichenstil nicht darum was man zeichnet sondern WIE man zeichnet. 

Du bist einzigartig, also ist jede Zeichnung von dir einzigartig!

Schritt 2:

Akzeptiere deine Persönlichkeit und deinen momentanen Zeichenstil - sie sind beide wunderbar! Konzentriere dich auf die Menschen, die dir positiv zusprechen und blende die Schlecht-Redner aus. 

Fühlst du die Glückseligkeit? Aus dieser heraus ist es viel einfacher seinen Weg in der Kunst und im Leben zu finden.

Bedenke: Das ist meine Meinung und mein Vorgehen. Aus meiner Erfahrung funktioniert meine Intuition und meine Entscheidungsfindung am besten wenn ich mich ausgeruht, ausgeglichen und glücklich fühle. Deshalb halte ich diesen Zustand mittlerweile fast täglich aufrecht. :D

Schritt 3: 

Übe und entwickle dich selbst und deine Kunst!

Hab vertrauen in deine Einzigartigkeit! Je mehr du übst und dich persönlich entwickelst, desto deutlicher wird es sich an deinem Zeichenstil zeigen. 

Wenn man zu Beginn seiner künstlerischen Entwicklung ist, dann ist es sehr wichtig von anderen abzuschauen. Abzeichnen und lernen! In dieser Phase ist es klar: Deine Einzigartigkeit wird nur schwer erkennbar sein. Denn du zeichnest ab und imitierst andere. 

Überspringe diesen Schritt nicht, auch wenn dich andere drängeln: "Zeichnest du wieder ab? So wirst du nie erfolgreich! Du musst einen eigenen Zeichenstil haben!!" Wir wissen, dass wir bereits einen eigenen Zeichenstil haben und so treffen uns solche Kommentare nicht. Die Zweifler werden schnell verstummen, sobald du ausgelernt hast. 

Dein Zeichenstil wird automatisch deutschlicher, je ausgereifter deine zeichnerische Technik ist. Deshalb konzentriere dich auf deine Entwicklung!

Bei mir lief die Entwicklung in Phasen ab. Mal habe ich mich nur mit Zeichnen beschäftigt, mal mit meiner persönlichen Entwicklung. Z.B. habe ich mal 3 Jahr bei einem Wald nur gezeichnet und dann bin ich für 2 Jahre auf eine Weltreise gegangen und habe mich selbst entwickelt. 

So wird der nächste Schritt einfacher!

Schritt 4: 

Mach deinen Zeichenstil "marktreif".

Nun weißt du vielleicht wer du bist und was du in etwa zeichnen möchtest. Es gefällt dir so. Dabei fühlst du dich glücklich! Leider sehen es die anderen immernoch noch nicht. Vorallem deine Kunden, die den Wert deiner Kunst nicht sehen und dir kein Geld geben wollen für deine Arbeit. 

Kein Problem! Denn das liegt an dir und nicht an den anderen. Was für ein Glück!! Würde es an den anderen liegen, hättest du keine Chance, denn die kannst du nicht verändern. Aber du hast die Möglichkeit zu lernen und deine Kommunikations-Fähigkeiten verbessern. 

Ich musste realisieren, dass die Kommunikation in Persona anders funktioniert wie die im Internet. Und heutzutage verkauft man nun mal größtenteils im Internet. Da kommt man nicht drum rum.

Lerne die Einzigartigkeit deiner Persönlichkeit und deines Zeichenstils zu kommunizieren. In Bild, Ton und Schrift. Damit jeder (okay, jeder geht nicht, die meisten) verstehen warum deine Kunst einzigartig ist und warum dein Zeichenstil noch nie da gewesen ist und nie da sein wird.

Willi´s Top 6 Zeichenstil-Tipps:

willi zeichenkurs monster zeichnen

1. Dein Zeichenstil ist deine Handschrift:

ähnlich wie deine Handschrift, hast du auch schon einen Zeichenstil. Genau genommen ist es genau das gleiche. Er hängt davon ab, was für eine Person du bist und wie du den Stift führst.

2. Man kann den Zeichenstil nicht erzwingen:

Am besten ist es, du hörst auf nach deinen Zeichenstil zu suchen, von dem du glaubst, dass du ihn nicht hast. Das kann unter anderem dazu führen, dass du nur Versucht etwas zu erzwingen.

3. Zeichenstil als Identität:

Viele suchen nach Ihrem Zeichenstil, als wenn sie nach einer Identität für sich suchen und setzen dabei voraus, dass sie dies nicht haben. Dabei drückt sich deine Identität in deinem Zeichenstil aus. Und das am ehesten durch deine Vorlieben und Abneigungen.

4. Vorlieben und Abneigungen:

Dies sind in meinen Augen die ausschlaggebenden Elemente die deinen Stil ausmachen. Sie bestimmen was für Motive du wählst, was für ein Medium du wählst um deine Lieblingsmotive darzustellen (z.B. Bleistift, Öl-, Acryl- oder Aquarellfarbe, Zeichenkohle usw.), welche Technik du mit dem gewählten Medium bevorzugst, um gewisse Effekte zu erzielen und in welchem Stil bzw. Genre du dich am liebsten bewegst. Und derer gibt es viele, wie z.B. Comic, Manga, Realismus, Surrealismus, Expressionismus und Impressionismus, um hier nur ein paar aufzuzählen. Zu guter Letzt werden deine Vorlieben auch bestimmen, welche Botschaften oder Gefühle du mit deiner Kunst ausdrücken oder vermitteln willst, oder ob das überhaupt der Fall ist.

5. Finde dich Selbst und du findest deinen Stil:

Durch experimentieren und ausprobieren, lernt man stetig neue Dinge und erweitert sein Repertoire. Und es ist am Ende dein Repertoire, welches deinen Stil ausmacht. Denn auf dem Weg des Experimentierens und Ausprobierens, wirst du eine Menge neue Dinge entdecken und auf ganz natürliche Weise nur die davon in dein Repertoire aufnehmen, die dir persönlich am meisten gefallen.

Dabei kann man natürlich auch von anderen Künstlern und Kunstwerken lernen und die ein oder anderen Kniffe stibitzen.

6. Veränderung des Stils:

Der Stil den du jetzt hast, kann und wird sich wahrscheinlich im Laufe deines Lebens immer wieder ändern. Denn im Laufe der zeit wirst du viele neue Dinge dazu lernen und neue Erfahrungen sammeln. Und dies trifft nicht nur in Hinsicht auf das Zeichnen zu, sondern auch in Hinsicht auf dein Leben ganz allgemein. Denn was du im Leben erlebst wird dich formen und verändern. Und so wie du dich bzw. deine Persönlichkeit sich im Laufe der Zeit verändert, so auch dein Stil.

Viele haben Angst ihren Stil zu verändern oder einen inkonsistenten Stil zu haben. Doch damit wirst du dich nur zurückhalten. Denn am Ende kann sich ohne Veränderung nichts weiter entwickeln. Alles ist im stetigen Prozess der Veränderung, wenn oft auch unmerklich.

Lisa´s Zeichenstil-Kommentar:

wie du deinen eigenen zeichenstil findest Lisa marie kersting tier portraits

Hi! Ich bin Lisa-Marie Kersting und bin freiberufliche Tierzeichnerin aus Leidenschaft. Neben meinen Tierportrait- und Zeichenaufträgen gebe ich auch Zeichenkurse an diversen öffentlichen und privaten Schulen und hab mein eigenes Zeichentreffen "Rostocks Tierzeichenstube" in Rostock ins Leben gerufen.

Den eigenen Zeichenstil zu finden ist garnicht so kompliziert und anstrengend, wie Du vermutlich denkst. Es braucht nur eine Menge Zeit. Denn alles, was Du für Deinen einzigartigen Zeichenstil brauchst, bringst Du bereits mit! :)

Sicherlich weißt Du schon, was Du gerne zeichnen möchtest. Damit ist schonmal ein großer Schritt getan! Danach heißt es eigentlich nur noch üben, aber vor allem Spaß haben bei dem, was Du zeichnest! Mit der Zeit wirst Du sehen, dass sich Dein Stil von ganz allein entwickelt. Und er entwickelt sich viel besser, wenn Du Dir keine Gedanken darüber machst oder versuchst ihn in irgendeine Richtung zu drängen. Am Ende wird sowieso Dein Ich durchscheinen und ausschlaggebend für das sein, was Dich später von allen anderen hervorheben wird!

Mein Tipp an Dich also zusammengefasst: Leg los! Lass Dich nicht unterkriegen! Zeichne, was das Zeug hält und sehe zu, wie sich Dein Zeichenstil entwickelt, ganz von allein, aus Dir selbst heraus.

Marvins Kommentar zu Maxims "4 Schritte zum sichtbar eigenem Zeichenstil"

1. Du hast bereits einen Zeichenstil! Gute Neuigkeiten!

Du brauchst weder verkrampft nach einem suchen,noch musst du dich in irgendeine Richtung drängen. Das führt nur zu Frustration. Dein Zeichenstil ist der Spiegel deiner Persönlichkeit. Die kannst du nicht einfach von deinem Vorbild übernehmen. Genauso wenig kannst du dich krampfhaft in irgendeine Richtung drängen.

2. Die logische Schlussfolgerung aus dem Erkennen deines Stils ist, ihn zu akzeptieren.

Da verhält es sich wieder wie mit deiner Persönlichkeit. Die musst du auch akzeptieren um mit dir zufrieden zu sein. Genaso ist es auch hier. Erkenne deinen Stil, akzeptiere ihn und... na? Weiter geht´s mit Schritt 3!

3. Jetzt kannst du deinen Stil ausbauen, ihn meistern. Probiere aus! Nutze verschiedene Materialien!

Du weißt jetzt, dass du einen Stil hast. Du hast ihn akzeptiert und kannst dich jetzt auf die nächste Herausforderung stürzen. Wage Exkurse in alle möglichen künstlerischen Bereiche! Werde dir am besten erstmal Bewusst wie groß das künstlerische Spektrum an Stilrichtungen ist! Suche dir gerne inspirierende Vorbilder und Stile. Sei verrückt und tob dich mal in Sachen aus, die nicht am naheliegnsten sind! Und dann?

4. Die Nächste Ebene ist es, deinen Stil Marktreif zu machen.

Das ist der letzte und mit der wichtigste Tipp um Geld mit dem zu verdienen, was duliebst. Aber lass dir das besser von Maxim erklären (-; Er ist da schon viel weiter. Kleiner Geheimtipp: Seine Onlinekurse starten in näherer Zukunft. Die werden dir helfen diese Ziel zu erreichen!

Maxims Abschluss-Kommentar: Sei du selbst, das ist Kunst!

wie du deinen eigenen zeichenstil findest mit maxim simonenko vernissage maxim simonenko maya 20 1

Du siehst also, ich sehe keinen Weg an den eigenen Zeichenstil zu kommen ohne sich mit sich selbst zu beschäftigen. Und jeder der der vier von mir aufgeführten Schritte ist ein eigenes großes Thema über das man mehr als nur einen Blogeintrag schreiben könnte.

Ich kann sagen, dass ich diese 4 Schritte durchlaufen bin und in den letzten 5 Jahren dabei bin meinen Zeichenstil marktreif zu machen. Was uuuuunheimlich schwer am Anfang war, jetzt aber deutlich einfacher wird. Denn zum Glück durchlief ich die ersten 3 Schritte vorher. Heute wähle ich Zeichen-Jobs aus, die ich mag und bekomme sehr gutes Geld dafür. Ich kann mit Überzeugung sagen, dass mein Künstlerleben nicht besser sein könnte. Wobei ich mich immer weiter entwickle. Nicht aus einem Mangel, sondern weil es sich natürlich anfühlt. 

Ich habe Zeichenschüler erlebt, die schon in sehr jungen Jahren wussten was sie zeichnen möchten und das auch gemacht haben. Sie entwickelten fokussiert ihre Persönlichkeit und ihren Zeichenstil. Sie lernten von anderen, blieben dabei jedoch ihrer eigenen Kunst treu.

Andere Zeichenschüler wussten nicht recht wohin, was sie zeichnen oder wie sie es zeichnen sollten. Oft spielt da die Familien-Situation mit rein. Es ist einfach so, dass man leichter seine Kunst findet, wenn man in einer harmonischen Umgebung ist, in der man sich wohl fühlt. Sich eine harmonische Umgebung zu schaffen kann jedoch richtig schwer sein! 

Jeder Mensch ist so einzigartig! Deshalb ist der Weg einer jeden Person individuell. Und damit auch die Kunst eines jeden Künstlers von Haus aus einzigartig ist. Einzigartigkeit hat wie alles im Leben seine Vor- und Nachteile. Die Antwort auf die Frage "Wie du deinen eigenen Zeichenstil findest?" ist deshalb auch von Person zu Person unterschiedlich.

Du merkst, das Thema ist sooo umfangreich. Und es ist unmöglich alles in einem Blog-Eintrag zu schreiben. Ich hoffe aber, dass ich dich inspirieren und fröhlicher stimmen konnte. 

Schreib uns gerne ein Feedback!

Wenn du merkst, dass du mehr willst als einzelne Tutorials – die Manga-Zeichenschule gibt dir den roten Faden.

Viele kreative Grüße

Maxim, Willi, Marvin und Lisa

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sich im zeichnen verbessern mit maxim simonenko

Vielseitiger Portrait-Zeichner und Kreativ-Kurs-Leiter, Maxim Simonenko

Hallo und willkommen! Ich bin Maxim, freut mich, dass du deinen Weg in meinem Blog gefunden hast. Du fragst dich sicherlich wer ich bin, dass ich mich traue über das Thema "Sich im Zeichnen verbessern" zu reden. Nun, deshalb gibts hier eine kurze Bio von mir:

  • Seit 12 Jahren freiberuflicher Künstler und einem Tagessatz bis zu 1.750€
  • Breites Portfolio an Zeichenstilen: Manga, Comics und realistisches Zeichnen
  • Quereinsteiger aus der IT-Branche mit 24 Jahren in 3,5 Jahren zum Profi-Künstler
  • Erfahrener Kursleiter und Dozent an unterschiedlichsten Schulen und Akademien

Dies kurz zu mir! Ich wünsche dir noch viel Spaß mit dem Beitrag :)

Schriftliche Zusammenfassung:

Für alle, die lieber lesen :)

Tipp 1: Schaffe dir Zeit zum Zeichnen

sich im zeichnen verbessern mit maxim simonenko maxim beim zeichnen kohle portrait frau maximko

Maxims Standpunkt:

So banal sich dieser Punkt anhört, so schwer ist es oft diesen umzusetzen. Sich im Zeichnen verbessern braucht Zeit und zwar: qualitativ hochwertige Zeit. Eine Zeit bei der man nicht abgelenkt wird und sich voll und ganz auf das Üben und Zeichnen fokussieren kann. Es reichen schon wenige Stunden am Tag, um sich konstant und schnell zu verbessern. Wer aber wirklich gut werden möchte, der/die sollte jeden Tag über Jahre fokussiert zeichnen können.

Ich höre oft von meinen Zeichenkurs-Teilnehmern: "So gerne würde ich üben! Aber ich habe einfach keine Zeit...."

Und das ist auch okay, jeder hat seine Verpflichtungen und Prioritäten. Aber wenn man sich wirklich im Zeichnen verbessern möchte, dann sollte "Zeichnen" eine relativ hohe Priorität annehmen. Und wie gesagt, es reicht wenn du 1h am Tag konzentriert für dich übst, um dich wirklich schnell zu verbessern!

Ich persönlich habe meinen Informatiker-Job gekündigt, weil ich mehr Zeit zum Zeichnen haben wollte. 

Üben in der Gruppe verschafft dir Zeit zum Zeichnen. Doch bedenke, dass man sich noch schneller im Zeichnen verbessert wenn man alleine, komplett ohne Ablenkung, übt.

Kommentar von Willi:

Da stimme ich auf jeden Fall zu. In meinem Fall habe ich früher immer viel Zeit für das Zeichnen gefunden, während ich zu Schule gegangen bin. Das hat sich geändert, sobald ich eine Ausbildung angefangen habe. Da hatte ich unter der Woche gar keine Zeit mehr zum Zeichnen und auch am Wochenende nur selten. Unter anderem brach ich aus diesem Grund die Ausbildung ab und fing an zu jobben. Letztes Jahr habe ich Beispielsweise einen Nebenjob mit 20 Stunden die Woche genommen, um so viel Zeit für das Zeichnen erübrigen zu können. Jeder muss für sich wissen, wo seine Prioritäten sind. Und sind diese beim Zeichnen, so ist es empfehlenswert, das Leben danach zu strukturieren.

Kommentar von Marvin:

Ruhe und Zeit sind eine wichtige Voraussetzung zum lernen. Natürlich gilt das auch fürs Zeichnen. Hier ist es wichtig sich im stressigen Schul- oder Berufsalltag bewusst Zeit zum Zeichnen zu blocken und diese auch wirklich nur dafür zu nutzen. Für mich geht das am besten Abends. Dort ist es ruhig, man hat den Kopf frei und kann es sich mit einem Tee gemütlich machen um zu zeichnen. Viele Künstler arbeiten gerne Nachts, weil der Kopf dort, weil man normalerweise schläft, Barrieren abbaut und man viel kreativer Denken kann. Einige Wissenschaftler bezeichnen das als Alpha-Zustand. Dieser tritt meistens Morgens und Abends ein. Wenn du also kreativ sein willst, ist das die beste Zeit für dich!

Tipp 2: Schaffe dir eine zeichenfreundliche Umgebung

sich im zeichnen verbessern mit Maxim Simonenko

Dein Raum zum Zeichnen

Auch wenn man viel Zeit hat, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass man viel zeichnen möchte. Eine Umgebung in der man inspiriert und motiviert ist zu zeichnen begünstigt deinen zeichnerischen Fortschritt enorm! 

Meine optimale Umgebung: Da ich seeehr gerne zu Hause zeichne, habe ich mir mein zu Hause so eingerichtet, dass ich in jedem Raum zeichnen kann. Ich fühle mich zu Hause super wohl. Ich muss mir nicht erst Zeichenmaterialien hinräumen, sondern ich habe 3 Tische, an die ich mich setzen und sofort zeichnen kann. Der eine Tisch ist für digitales Zeichnen am Computer, der andere ist an meiner Couch zum entspannten Zeichnen und Schreiben im Sketchbook und der dritte Tisch ist zum Live-Streamen und Videos-Aufnehmen.

Wichtig: Je kürzer und leichter die Vorbereitung ist, um mit dem Zeichnen loszulegen, desto weniger schwer fällt es regelmäßig zu zeichnen! 

Zeichenfreundliche Umgebung: Freunde und Familie

Als ich mich entschied Künstler zu werden war es eine schwierige und unsichere Zeit. Meine Familie war komplett dagegen und ich bekam keinerlei Unterstützung. In einer Umgebung mit Menschen, die deine Kunst kritisieren und nicht wert schätzen, ist es nur seeeeehr schwer sich zu verbessern. Deshalb bin ich weggezogen und habe den Kontakt sogar abgebrochen. Heute verstehe ich mich mit meiner Familie blendend! Sogar noch viel besser bevor ich Künstler werden wollte und einen sicheren Job als Informatiker hatte!

Manchmal brauchen Freunde und Familie Zeit, um zu verstehen warum du Künstler werden möchtest oder einfach allgemein zeichnest. Gib ihnen diese Zeit und sei ihnen nicht böse, doch stehe fest für deine Träume und Wünsche ein. Wenn sie dir nicht gut tun, dann muss manchmal ein Schlussstrich gezogen werden. Was meist gut für beide Seiten ist.

Wähle ausserdem eine Freundin oder Freund, die deine Kunst wertschätzen! Sie müssen deine künstlerische Ader nicht verstehen. Das ist eh schwer. Auch unter Künstlern. Aber dein Partner sollte dich unterstützen, aufbauen und dir Selbstbewusstsein vermitteln. 

Mit Zeit und einer zeichenfreundlichen Umgebung ist "Sich im Zeichnen verbessern" viel einfacher. Aber, die Zeit und die Umgebung dafür zu schaffen ist super schwer!

Kommentar von Willi:

Auch hier kann ich das Statement wieder nur bestätigen. Ich habe für mich zum Beispiel extra einen großen Schreibtisch mit riesiger Fläche gebaut, sodass ich zugleich mit Farben malen, mit Bleistiften zeichnen oder am PC digital zeichnen bzw. Bilder bearbeiten kann. Für die Zukunft plane ich mir ein "Atelier" einzurichten. Es arbeitet sich immer noch am besten, wenn man für sich ungestört und ohne Ablenkung von außen (außer vielleicht etwas Musik) arbeiten kann. Am besten den ganzen Raum mit Modellen und Bildern vollgehängt die einen inspirieren und motivieren!

Natürlich ist es auch hilfreich, Leute mit der gleichen Interesse oder ähnlichen Ambitionen um sich zu versammeln. Auch das gehört zum Umfeld und kann einen unglaublich Bereichern und voranbringen.

Kommentar von Marvin:

Das Umfeld beeinflusst einen stark. Sorge dafür das dein Sichtbereich dich nicht ablenkt. Im besten Fall baust du dir deine Zeichen-Umgebung so um, dass dich alles griffbereit umgibt was du brauchst. Man kann es sich vorstellen wie ein Cockpit. Ich mache es meist so: Rechts von mir Referenzen, vor mir die Staffelei, links ein Kasten voller Material. Dann kann dich nichts mehr ablenken!

Tipp 3: Informiere dich über effektive Übungen

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Nun, du hast Zeit und du hast die Umgebung. Jetzt kann es richtig losgehen. Doch vorsicht! Einfach drauf los zu stürmen ist teilweise gut, jedoch ineffektiv. Andere haben Jahrzehnte damit verbracht die effektivsten Zeichenübungen zu finden und zu vervollkommnen. Finde diese Leute und lerne von ihnen, damit deine Übungen nicht ins Leere laufen und deinen Zielen dienen.

Zeichenbücher, Online Zeichenkurse, Zeichenschule oder privater Zeichenmeister

Am besten aus allen Bereichen etwas lernen und besonders Anfangs viele Tipps zu deinen Zeichnungen einholen. Ich persönlich bevorzuge den Experten. Ich suche mir einen Künstler oder eine Künstlerin, die das kann, was ich gerne können möchte. Und entweder erzählt sie es bereits in einem kostenlosen Video oder einem Blogeintrag oder sie bietet Kurse an. Experten sind oft teuerer, doch es lohnt sich. Für mich hat es das immer. 

Sich im Zeichnen verbessern - Meine Reihenfolge:

Lerne solang es geht selber mit Büchern und kostenlosem Content im Internet, bis du nicht mehr weiter kommst. Dann brauchst du einen Experten, einen privaten Zeichenmeister oder eine Zeichenmeisterin, die dir persönlich helfen können.

Kommentar von Willi: 

In meinem Fall habe ich die letzten 2 Jahre damit zugebracht so viele Informationen in Form von Videos und Büchern zu Sammeln, wie möglich, um mir so erst mal einen Überblick zu verschaffen. Dabei ist es wichtig zu wissen, welches übergeordnete Ziel man in seiner Zeichenkarriere verfolgt. Also wo man irgendwann mal hin will, denn dementsprechend wird man die richtigen Informationen suchen. Aus den gesammelten Informationen kann man sich dann einen effizienten Plan zum Üben und Voranschreiten erstellen. Dies ermöglicht ein effektives Lernen in womöglich viel kürzerer Zeit als man erwartet hat.

Wie erwähnt ist das Ziel dabei wichtig. Und falls man dies noch nicht hat, gilt es zu experimentieren und "sich selbst zu finden". Auch das gehört zum Prozess.

Kommentar von Marvin:

Zeichnen lässt sich in einige Grunddisziplinen aufbrechen: Anatpomie, Portraits, dynamik, Farbenlehre, Komposition und Perspektive. Für jede dieser Bereiche gibt es Übungen die dich in diesen Basics voranbringen werden. Arbeite genau daran und verknüpfe das Gelernte miteinander. Die richtigen Übungen zu finden ist von eklatanter Bedeutung wenn du dich wirklich verbessern möchtest. Am besten suchst du dir jemanden, der dort ist wo du hin willst und schaust dir an was ihn zu diesem Punkt gebracht hat. Manchmal sind es nur ganz kleine Stellschrauben, an denen man drehen muss um große Resultate zu erzielen. Finde genau diese Stellschrauben.

Tipp 4: Üben üben üben

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Wieviel sollte man üben?

Sich im Zeichnen verbessern hat ganz viel mit Üben zu tun. Abhängig davon welches Ziel du mit deiner Kunst verfolgst.

Ich hatte mich früher super getäuscht. Hatte meinen Informatiker-Job gekündigt und träumte: Ich übe und zeichne ein Jahr, dann habe ich es geschafft und kann vom Zeichnen leben! Pustekuchen!!! Ich zeichnete mehrere Stunden täglich während dieses einen Jahres. Und habe mich super verbessert! Doch noch nicht genug, um als Profi zu arbeiten. 

Also habe ich angefangen noch mehr zu zeichnen! 5h, 6h, 8h am Tag. Fast jeden Tag in der Woche! Ich besuchte Zeichenmeister, ich übte, ich zeichnete und erst nach 3,5 Jahren intensivsten Übens bekam ich einen Job als Concept Artist in einer Spielefirma. Mit Glück! Und dann zeichnete ich in der Firma 8h am Tag und übte nach der Arbeit und am Wochenende. Bis mein Handgelenk nicht mehr mitmachte und ich 2 Jahre Pause nahm...

Pausen sind immens wichtig!

Viel üben ist wichtig, doch Pausen sind genauso wichtig! Lieber weniger zeichnen üben, dafür effektiv und konzentriert üben. Und immerschön auf die Gesundheit achten. Zeichnen lernen ist ein Marathon, kein Sprint. Du läufst nicht zu beginn eines Marathons wie ein Irrer los, so kommst du nie an! Heute laufe ich den zeichnerischen Marathon bewusst und ausdauernd. Ich zeichne und übe regelmäßig, fast jeden Tag, mache aber Pausen, sobald ich merke, dass ich eine Pause brauche.

Übe regelmäßig, fokussiert und mit Spaß bei der Sache. Dann ist die Verbesserung im Zeichnen dein treuer Freund.

Kommentar von Willi:

Wie bereits im vorherigen Punkt angeschnitten, ist es in meinen Augen wichtig sich einen ungefähren Plan zu erstellen. Hat man diesen, so kann man loslegen und viel üben. Dabei ist es wichtig die Geduld zu behalten und bereit zu sein, Jahre, wenn nicht schon viel mehr Jahrzehnte zu investieren.

Je nachdem, welches Ziel man verfolgt, muss jeder für sich selbst wissen, wie viel Zeit man investiert. Will man wirklich professionell, ja oder überragend werden, so sollte man bereit sein, den Großteil der Zeit täglich mehrere Stunden aufzuwenden und das wenn möglich für den Rest des Lebens.

Auch jeden Tag nur eine halbe Stunde zu zeichnen, kann sich akkumulieren und über lange Zeit große Fortschritte mit sich bringen.

Letzten Endes denke ich, dass es wichtig ist, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzten und den Spaß am Zeichnen zu behalten.

Kommentar von Marvin:

Ich glaube dieser Aspekt spricht für sich. Üben Üben Üben und nochmals Üben. Vergiss aber nie den Spaß an deiner Sache zu verlieren. Das ist mit das Wichtigste was du hast und es gilt es zu bewahren. Selbst Profis üben täglich! Mehr als Üben Üben Üben habe ich dazu auch nicht zu sagen.

Tipp 5: Zeichne mit einem Ziel

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Was ist dein Ziel beim Zeichnen?

Strebst du einen bestimmten Zeichenstil an? Möchtest du bestimmte Zeichenmaterialien meistern? Oder möchtest du in eine Zeichenschule aufgenommen werden? Vielleicht strebst du auch einen bestimmten Job in der Künstler-Branche an? Langfristige und kurzfristige Ziele sind wichtig, um deinen zeichnerischen Übungen eine Richtung und Bedeutung zu geben.

Es macht Spaß Ziele zu errreichen

Findest du nicht? So auch beim Zeichnen, ich setze mir ein Ziel so und so viele Übungen zu einem bestimmten Thema zu schaffen. Oder ich setze mir das Ziel bis zu einem bestimmten Termin ein Portfolio zu erstellen. Mit einem Ziel habe ich auch einen konkreteren Weg. Ich weiß was zu tun ist und habe es leichter effektive Übungen zu wählen. Beim Erreichen des Ziels bin ich happy und stolz. Was mich wiederum motiviert neue Ziele in Angriff zu nehmen und mehr zu zeichnen!

Ziele beeinflussen wie, wieviel und was du zeichnest

Warum zeichnest du? Wofür zeichnest du? Die Antworten auf diese Fragen definieren auch dein Zeichnen. Eine Person, die das Ziel hat der/die beste(r) ZeichnerIN der Welt zu werden, wird anders zeichnen wie eine Person, die mal zum Spaß eine abstrakte Kunsttherapie besuchen möchte. Wobei natürlich beides völlig in Ordnung ist. Ich sage nicht, dass die eine Motivation besser ist als die andere, nur dass es wichtig ist seine eigene Motivation und sein Ziel zu kennen.

Kommentar von Willi:

Wir haben bereits vorher schon öfters das Thema "Ziel" erwähnt. Das liegt daran, dass es einen immensen Unterschied macht, ob man sich ziel- ja fast schon orientierungslos durch ein Territorium bewegt, oder aber ob man festen Schrittes gezielt einer Richtung folgt.

Das große Ziel, kann man sich für das Leben setzen. Es ist das was einen antreibt und die große Vision ist, die man für sich hat. Die kleinen Ziele unterwegs, sind die Erfolgserlebnisse, die einem vor Augen führen, was man erreicht hat und einen den Spaß und die Motivation nicht verlieren lassen.

Ohne Frage gibt es immer wieder Phasen im Leben, wo man meint das Ziel aus den Augen verloren zu haben und sich neu orientieren muss. In solchen Zeiten sollte man sich Zeit nehmen, um das Ziel oder die Richtung neu zu bestimmen und so den richtigen Kurs für sich einzuschlagen. Man muss wissen was man will, doch sollte nie aufhören zu hinterfragen.

Kommentar von Marvin:

Was bedeutet dir Zeichnen? Wie wichtig ist es dir? Was willst du damit erreichen? Welchen Mehrwert kannst du mit deiner Kunst bieten? Das sind Fragen, die dich begleiten und auf die du eine Antwort finden solltest. Sie motivieren dich auch in Zeiten in denen du vielleicht mal mit einem sogenannten kreaTIEF zu kämpfen hast. Alles in allem geht es darum zu erkennen was dein "warum" zum Zeichnen ist. Hat man das erstmal gefunden, lässt es einen nicht mehr los. Ab da kann man sich Etappenziele setzen um seinem großen Ziel etwas näher zu kommen.

Sich im Zeichnen verbessern - Der extra Geheim-Tipp!

sich im zeichnen verbessern mit maxim simonenko zeichenschüler beim zeichnen

Ein Geheim-Tipp, der immer noch geheim scheint, obwohl er es eigentlich nicht sollte. Was wirklich viele daran hindert sich im Zeichnen zu verbessern ist:

DIE ANGST VOR FEHLERN!!

Diese Angst hat mich früher wirklich zurück gehalten und heute sehe ich sie bei meinen Zeichenschülern. Und es ist ganz klar: In der Schule werden wir bestraft dafür Fehler zu machen. Mit schlechten Zensuren! Dabei macht man immer einen Haufen Fehler wenn man etwas neues lernt und umzusetzen wagt. 

Heute liebe ich es Fehler zu machen! Sie gehören zu meinen täglichen Begleitern. Natürlich keine Fehler, die sich wiederholen. Sondern neue Fehler, beim Lernen von neuen Sachen. Ich liebe Neues! Und wer Neues liebt, sollte zwangsweise Fehler lieben. 

Wie ist dein Standpunkt zu Fehlern?

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Unsere Top 10 für deinen Erfolg als Künstler:

Jeder von uns hat sich schon mal gefragt "Wie werde ich besser im Zeichnen?" Oder "Wie verbessern sich andere?" Auf diese Fragen gehen wir ein und schildern nicht nur unsere erprobte Top 10 zum effektiven Wachsen als Zeichner, sondern diskutieren und kommentieren unsere Themen. 

Zusammenfassung für alle "Ich-lese-lieber"-Kreative: 

Marvins Top 5 Tipps "Wie werde ich besser im Zeichnen?":

1. Sich ständig neu erfinden

Willi: In Hinsicht darauf, dass man dadurch immer wieder aus seinen alten Gewohnheiten ausbricht und dadurch seinen Horizont erweitert, neue Dinge lernt und sich ständig weiter entwickelt, stimme ich da voll zu.

Maxim: Auf jedenfall! Doch man muss aufpassen, je nach Zeichenphase in der man gerade steckt. Wenn man klar weiß welchen Zeichenstil man lernen möchte, dann ist es ratsam während dieser Phase sich nur darauf zu konzentrieren diesen einen Zeichenstil zu lernen. Ohne sich von anderen Sachen ablenken zu lassen. Ich würde sagen, dass man am Anfang seiner Zeichenkarriere grundsätzlich sich ständig neu erfinden sollte, um schnell zu lernen und zu wachsen. Denn so findet man heraus welcher Künstler oder Künstlerin man sein möchte. Und sobald man es weiß, sich eine Zeitlang zu fokussieren und eine MeisterIN in einer Sache werden. Fokus und "Einseitigkeit" gehören auch zum Weg eines Künstlers dazu, finde ich. :)

2. Ein Umfeld kreiren, dass deine Begeisterung teilt und (optional) sich einen Rivalen bzw Konkurrenten suchen.

Willi: Ein angenehmes Umfeld kann dafür sorgen, dass das Zeichnen und Malen noch mehr Spaß macht, als wenn man immer nur alleine zu Hause sitzt, während man dies tut. Und eine freundschaftliche Rivalität hilft dabei sich gegenseitig anzutreiben und zu motivieren.

Maxim: Ich kann nur eine gewisse Zeit alleine für mich zeichnen, dann drängt es mich andere Zeichner zu treffen und mit ihnen zu skribbeln! Einst war ich auf einem Zeichen-Bootcamp mit anderen Zeichnern. Wir waren eine Woche auf einem Schloß-Anwesen und haben uns auf ein gemeinsames Zeichenprojekt fokussiert. Ich habe soooo viel gelernt! Die anderen haben mich inspiriert und mir neue Impulse gegen. Ich habe die Woche Tag und Nacht mich nur mit Zeichnen beschäftigt, in einer perfekten Umgebung. Eine wirklich tolle Erfahrung!

Wenn man gesunde Konkurrenz ausübt und andere spielerisch herausfordert, dann kann es einen ungemein motivieren und im Zeichnen verbessern! Ich selbst mache das sehr gerne, um mich zu puschen. Aber man muss aufpassen und sich emotional nicht zu sehr reinsteigern. Sonst brennt man nur aus!

wie werde ich besser im zeichnen? zeichenkurs maxim simonenko

3. Keinen Perfektheits- Anspruch haben!

Willi: Manchmal schwer umsetzbar, doch extrem wichtig! Dadurch verliert man nicht den Spaß an der Kunst, was dazu führt, dass man immer weiter Zeichnet und sich weiter entwickelt. Fehler gehören zum Prozess des Lernens.

Maxim: "Fehler machen können" ist ein großes Thema in jedermanns künstlerischer Entwicklung. Leider wurden wir in der Schule gelehrt, dass Fehler schlecht wären. Denn dafür haben wir immer schlechte Noten bekommen. In Wahrheit ist jedoch, dass Fehler notwendig sind und zum Verbessern dazu gehören. Wenn man zu "perfektionistisch" ist und versucht keine Fehler zuzulassen, blockiert man seine Kunst und kommt nicht voran. Das habe ich schon bei sehr vielen Zeichenschülern gesehen, leider. Deshalb, mach dir nicht zu viel Druck, freue dich auf Fehler und konzentriere dich lieber daran diese Fehler nicht immer wieder zu machen.

4. Sich verschiedene Vorbilder suchen!

Willi: Von verschiedenen Vorbildern kann man viel lernen und seinen Horizont erweitern. Sie inspirieren und motivieren. Indem man sich von vielen verschiedenen Vorbildern das raus pickt, was man am meisten mag, wird sich über lange Zeit ein eigener Stil heraus kristallisieren.

Maxim: Wichtig dabei finde ich, dass man bei einem Vorbild nicht zu lange hängen bleibt. Sonst verliert man seine eigene Kunst aus den Augen und wird zu einer Kopie des Vorbildes. Deshalb "fix" lernen was man für seine eigene Kunst braucht und dann entweder für sich selbst üben oder zum nächsten Vorbild übergehen. So mache ich das :)

5. Eine tägliche Zeichenroutine aufbauen!

Willi: Eine Routine kann sowohl Segen als auch Fluch sein. Manchmal ist es hilfreich aus einer alten Routine auszubrechen, um neue Wege zu gehen und somit neue Anregungen, Denkweisen und Inspiration zu bekommen. Zugleich können Routinen extrem hilfreich sein, um sich weiter zu entwickeln, regelmäßig an sich zu arbeiten und auf ein gewisses Ziel hin zu arbeiten, um es schließlich zu erreichen. Im Anschluss kann man sich dann ein neues Ziel setzen.

Maxim: Ich unterscheide in das Thema "Zeichenroutine" in 2 Bereiche. Einmal die wirklich lange Zeichenroutine, die über Jahre geht und einmal die Zeichenroutine, die über 1-3 Monate geht. Ich selbst habe es nie geschafft ein und die selbse Übung über Jahre durchzuhalten. Aber über 1-3 Monate schon! So wechsel ich alle paar Monate meine kurzfristigen Zeichenroutinen und bleibe motiviert. Während meine langfristige Routine über die letzten Jahre war immer am Zeichnen zu sein. Egal was ich gezeichnet habe, hauptsache zeichnen! Fast jeden Tag! Denn das verbessert auch meinen Gesamt-Zeichen-Skill. 

wie werde ich besser im zeichnen? maxim simonenko kohle portrait im zeichenkurs

Willis Top 5 Tipps "Wie werde ich besser im Zeichnen?":

 1. DAS zeichnen was man LIEBT bzw mag

Marvin: Das sehe ich genauso, da es essenziell ist seine Freude am Zeichnen aufrechtzuerhalten.

Maxim: Das erwärmt mein Herz! XD Ich bin immer meinem Herzen gefolgt und lag nie falsch damit. Mich interessieren Menschen. Deshalb habe ich mich auf das Portrait-Zeichnen spezialisiert. Ich liebe es und werde nie müde Menschen zu zeichnen. Ein schönes Gefühl, das zu machen was man liebt und damit auch gutes Geld zu verdienen. :) 

2. Viel Experimentieren!

Marvin: Experimentieren ist super wichtig, da man so seinen Zeichenstil ausbaut und flexibler im Zeichnen wird.

Maxim: Wie schon weiter oben erwähnt. Marvin und Willi sind relativ am Anfang ihres Zeichnens uns lieben es viel zu experimentieren. Ich dabei versuche meinen Kenntnisse gerade zu meistern. Deshalb fokussiere ich mich auf ein Thema und lasse mich nicht ablenken durch andere Zeichenstile oder andere Zeichner. Viel experimentieren ist deshalb für mich je nach Phase in der man ist wichtig. 

3. Grundlagen regelmäßig trainieren (Perspektive, Grundformen, Schattierung, Anatomie, Proportion, Figuren Zeichnen)

Marvin: Die Grundlagen bleiben mit das wichtigste und man sollte generell nie damit aufhören an diesen zu feilen und sie weiterzuentwickeln, selbst Profis tun das.

Maxim: Oh ja! Das kann man immer machen! Das machen auch die besten Profis. Viele denken wenn man super gut und super erfolgreich im Zeichnen ist, dann braucht man nicht mehr zu üben. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Um eine Meisterschaft zu erreichen und zu halten bedarf es konstanten Übens der Grundlagen. Deshalb am besten so früh wie möglich das Üben lieben lernen! 

4. Abwechselnd von Referenzen abzeichnen und von Vorstellung zeichnen

Marvin: Man kann so durch das gezielte Studieren üben, seine Innere Bibliothek füllen und vorallem lernen ebenso gezielt darauf zuzugreifen. Das ist extrem wichtig. Zeichner wie Kim Jung Gi haben diese Techniken gemeistert.

Maxim: Abzeichnen ist soooo wichtig! Und überhaupt nicht uncool, wie es viele behaupten. Wie oft habe ich den Kommentar von Teilnehmern gehört: "Das ist abgezeichnet? Achsoo... dann ist es ja nicht besonders". Das stimmt einfach nicht! Abpausen, Abzeichnen und Aus-dem-Kopf-zeichnen sind für mich völlig gleichberechtigt. Es sollte bloß in unterschiedlichen Lernphasen eingesetzt werden. 

"Abpausen" habe ich mit reingenommen, weil ich mal einen Kidszeichenkurs geleitet habe und viele Kids erstmal abgepaust haben. Die Eltern meinten dann aber: "Das ist unsinn! So lernt mein Kind nie das Zeichnen! Es soll sofort frei zeichnen!" Das hatte zur Folge, dass das Kind zu sehr unter Druck war und garnicht mehr gezeichnet hatte. Abpausen gewöhnt einen an das Zeichnen. Es bringt Erfolgserlebnisse, die man Anfangs braucht, um sich mehr zu trauen. Die Kids haben irgendwann von selbst angefangen frei zu zeichnen. So ist es auch mit dem Abzeichnen! Zeichne ab solange wie nötig und bis du dich wohl fühlst aus dem Kopf zu zeichnen!

wie werde ich besser im zeichnen? zeichenkurs mit maxim simonenko

5. Meditieren & Spaß am Lernen entwickeln

Marvin: Freude am Lernen ist als Grundeinstellung nicht nur fürs Zeichnen, sondern generell für alle Lebensbereiche von eklatanter Bedeutung. Mit Meditieren habe ich persönlich wenig Erfahrungen, merke jedoch, das zeitaufwändigere Zeichnungen wie Kohleportraits mich nach einer Weile in einen relaxten, fast meditationsähnlichen Zustand bringen.

Maxim: Es gibt unterschiedlichste Formen der Meditation. Ich meditiere fast jeden Tag. Aber ich schalte dabei meinen Geist nicht aus, sondern lenke meine Gedanken in eine positive Richtung. In die Richtung meiner Gesundheit, meines optimistischen Denkens und meiner Ziele. So ist jeder Tag für mich ein erfolgreicher und glücklicher Tag. Dadurch kann ich auch besser zeichnen und kreativer sein.

Und natürlich habe ich damit auch mehr Spaß am Lernen. Ich liebe es zu lernen! In der Schule fand ich es langweilig, aber jetzt lerne ich jeden Tag etwas neues. Entweder was das Zeichnen direkt betrifft oder indirekt indem das Gelernte mein Leben verbessert.

Maxims Top 5 Tipps:

Wie werde ich besser im Zeichnen?

Verschoben auf einen Spezial-Podcast :) Die Top 5 der anderen beiden haben einfach für so interessante Gespräche gesorgt, dass wir uns entschieden haben den Podcast aufzuteilen.

Das war: Wie werde ich besser im Zeichnen? 10 erprobte Lösungen!

Viel kreative Freude und bis zum nächsten Mal

Maxim

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Wie wir Zeichenkurse besucht, aufgebaut und geleitet haben

Unsere gemeinsame Schnittstelle ist der Zeichenkurs. Wir haben uns über einen kennen gelernt, wir besuchen und geben selbst Zeichenkurse. Unsere Zeichenkurs Erfahrungen ist ein klares Thema für unseren gemeinsamen Künstler-Podcast "MaWiMa". Hier kommen also unsere Tipps.

zeichenkurs erfahrungen maxim simonenko

Mit unseren 3 Altersgruppen gehen wir auf verschiedene Perspektiven ein und betrachten das Thema "Zeichenkurse" aus verschiedenen Blickwinkeln. So wissen wir worauf es uns als Teilnehmer ankommt und was die Erwartungen an einen Zeichenlehrer sein sollten. 

Besonders Maxim kann mit seinen langjährigen Zeichenkurs Erfahrungen Tipps für zukünftige Dozenten geben. Wir gehen darauf ein, was man als Lehrer beachten sollte und wie man ein angenehmes Klima im Kurs entwickelt. Außerdem reden wir über eigene Erfahrungen und Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen. Viel Spaß beim Hören:


Für alle "Ich-lese-lieber-eine-Zusammenfassung" - Künstler:

Willi (22, Student):

zeichenkurs erfahrungen willi schlese

Meine Erfahrungen als Teilnehmer:

Bisher habe ich im Laufe der Zeit mehrere Kurse besucht, in der Hoffnung möglichst viel über das Handwerk der Kunst zu lernen. Leider entsprach bisher kein Kurs wirklich meinen Erwartungen oder Hoffnungen und ich habe noch niemanden gefunden, der mir wirklich gezielt das beibringen kann, was ich lernen möchte. Das gilt auch für den Kurs von Maxim. Doch dafür habe ich in seinem Kurs so viel mehr gewonnen als ich erwartet hätte. Mehr als in jedem anderen Kurs zuvor. Ich wurde in ein großartiges Netzwerk von Kunstinteressierten und selbstständigen Künstlern aufgenommen und habe wertvolle Freundschaften geschlossen. Also auch wenn man nicht immer das bekommt was man erwartet, kann es dennoch von unglaublichem Wert sein.

Meine Anfänge als Kursleiter/Dozent:

Maxim war es, der es mir auch ermöglichte, meine ersten Erfahrungen als Kursleiter bzw. Assistent zu erwerben. Und nicht nur von ihm, sondern auch von vielen anderen in diesem Umfeld, bekam ich viel positives Feedback, insbesondere was meine Kunst angeht. Über ein Jahrzehnt habe ich still und heimlich an meinen Fähigkeiten gearbeitet, um mir irgendwann davon ein Leben aufbauen zu können und fand nun den Mut die ersten Schritte zu tun. Ich zog um nach Weimar und bewarb mich ohne lange zu zögern bei den Volkshochschulen von Weimar und Jena. Schnell wurde ich als Dozent eingestellt und sammelte weitere wertvolle Erfahrung. Nachdem ich zwei Jahre in Weimar verbracht habe, plane ich zurück nach Rostock zu ziehen und nun zusätzlich an Ganztagsschulen zu unterrichten.

Was ich bei dem Gestalten eines Kurses als wichtig empfinde:

Es ist wichtig die Namensgebung auf den Inhalt und das Ziel des Kurses anzupassen. So implizierte ich in meinem Fall bereits mit dem Namen „anatomisches Zeichnen“, dass es bei mir auch ums lernen und nicht nur um das freie Zeichnen geht. Am schönsten ist es dann, wenn es einem gelingt ein angenehmes und freundschaftliches Klima in den Kursen aufzubauen. Am leichtesten geht das mit angenehmer Musik, indem man den Teilnehmern gewisse Freiheiten und Mitbestimmung einräumt und wenn diese im Idealfall ihre Freunde mitbringen.

Natürlich ist am Ende jeder anders und wird dementsprechend auf unterschiedliche Weise Kurse führen. Am wichtigsten ist es, man selbst zu sein. Und auch wenn man bisher keine Erfahrung sammeln konnte und vielleicht noch nicht das erhoffte Feedback bekommen hat, sollte man sich nicht davon zurückschrecken lassen, sich um Stellen als Lehrer oder Kursleiter zu bewerben. Fragen kostet nichts und man wird auf jeden Fall im nachhinein besser einschätzen können wo man steht.

Maxim (35, vielseitiger Porträt-Zeichner)

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Meine Erfahrungen als Teilnehmer:

Meine ersten Zeichenkurse habe ich noch in München besucht, als ich als Informatiker gearbeitet habe. Es waren Abendkurse. Dann als ich meinen Job gekündigt habe und Künstler geworden bin, suchte ich nur vereinzelt Hilfe bei Zeichenmeistern. Wenn ich nicht weiter gekommen bin und in einer kreativen Sackgasse gesteckt habe. Zu meinem Glück tauchten fast wie aus dem Nichts Zeichenmeister aus Russland, China, Bulgarien und Deutschland auf und halfen mir weiter.

Studieren wollte ich nie, denn das erschien mir zu langwierig und zu uneffektiv. Ich wollte meine Zeichenkunst so schnell wie möglich finden und ausbauen. Schließlich war ich bereits 24 und gerade am Anfang mit meiner Zeichnkunst.

Die meiste Zeit habe ich selbst gezeichnet und geübt. Meist mit Hilfe von Büchern, manchmal auch von Videos. 

Intensiver Einzelunterricht passt sehr gut zu meiner Persönlichkeit.

Meine Erfahrungen als Kursleiter

Als Kursleiter nahm ich mir schon sehr viel mehr Zeit um in das Thema Zeichenkurse einzutauchen. Meinen ersten Kurs habe ich mit 25 (vor 10 Jahren) aufgebaut. Dieser fand bei mir zu Hause statt. Anfangs machte ich in der Stadt Werbung und war auf jedem Künstlermarkt. Irgendwann hatte ich 10 Stammteilnehmer, die wöchentlich meinen Zeichenkurs besucht haben. Es war ein großartiger Kurs!

Mein Motto als Zeichenkursleiter: Mir ist es wichtig eine gute Lernatmosphäre zu schaffen, in der jeder Teilnehmer sich wohl fühlt. Dann zeichnet er/sie auch von selbst. Ich begleite, informiere, motiviere und inspiriere. Die Haupt-Zeichenarbeit liegt immernoch bei jedem selbst.

Als ich vor 5 Jahren nach Rostock gezogen bin, besuchte ich bald alle Kunstschulen in Rostock. Mit dem Chef bei der Volkshochschule Rostock verstand ich mich am besten, also entschied ich mich dort meine Zeichenkurse aufzubauen! Ich begann mit dem Thema "Manga, Comic und Gameart", das viele junge Zeichenbegeisterte anlockte. Darunter auch Marvin und Willi aus diesem Podcast.

Kursleiter in unterschiedlichen Schulen und für unterschiedliche Zielgruppen

Ich wollte immer besser im Leiten und Aufbauen von Kursen werden. Deshalb gab ich Kurse in unterschiedlichen Schulen: für Kids in der Kinderkunstakademie, für Jugendliche in der Volkshochschule, Junge Erwachsene in der Designakademie und Erwachsene in der Volkshochschule.

Jede Zielgruppe braucht unterschiedliche Herangehensweise: Bei den jungen geht es mehr um das Wohl-Fühlen und Freundschaft, bei den Erwachsenen um Strukturiertheit, Pünktlichkeit und genaues Vorführen.

Heute mache ich Pause von "normalen" Zeichenkursen und fasse mein Wissen in Online Kursen zusammen. 

Als Kursleiter ist es wichtig immer wieder für sich selbst Zeit zu nehmen und an seiner eigenen Zeichenkunst zu arbeiten

Nach mehreren Jahren des Kurse-Leitens merkte ich, dass ich ausgebrannt war. Es war wieder zeit sich zurück zu ziehen und sich mit meiner eigenen Kunst zu beschäftigen. Das ist wichtig, denn beim Unterrichten beschäftige ich mich ja vorallem mit der Kunst anderer. Ich versuch mich einzufühlen und zu helfen. So bleibe aber ich auf der Strecke und verbesser meine Kunst nicht. Waage halten ist Schlüssel, um selber glücklich zu bleiben und ein motivierter Kursleiter zu bleiben!

Zeichenkurs Erfahrungen: MaWiMa-Künstler-Podcast Episode 2

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